Niehaus Knüwer and friends entdeckt für Sie Themen, Trends und Tipps rund um Marken, Menschen und Märkte in einer vernetzten Welt.
Im Mai: Millionäre, Tyrannen und der Wunsch nach Schönheit
Was wir gerade lesen
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Broadly und die 10 Wege die davon ablenken, dass dein Leben
den Bach runter geht.

Warum gibt es eigentlich Frauen- und Männermagazine? Sollten alle Themen nicht alle interessieren? Na ja, Makeup- und Frisuren-Tipps zielen natürlich eher auf Frauen. Fleisch grillen und Autotuning dürften eher Männerherzen höher schlagen lassen.
 
Jungen Frauen gehen die eingrenzenden Themen der gängigen Frauenmagazine allerdings zunehmend auf die Nerven. Das hat VICE Media aus Berlin erkannt und betreibt „Broadly“, ein Online Magazin für moderne selbstbewusste Frauen. „Moderne Frauen haben ein Medium verdient, das sie ernst nimmt, wichtige und relevante Geschichten aufgreift und den Fokus verschiebt. Durch originäre Berichterstattung, Porträts, Interviews und Dokumentationen. Weil alle Themen „Frauenthemen“ sind und Berichterstattung über weiblich besetzte Themen nicht länger als „Nische“ verstanden werden darf. Broadly erzählt Geschichten nicht „für“ Frauen, es erzählt Geschichten von, durch, mit Frauen – für Menschen.“ So der Verlag. Das Themenspektrum reicht dann auch von Videos, Sex, Drogen, Politik, Kultur bis Gesellschaft. Wenn Sie zum Beispiel wissen wollen, warum Charlie Chaplin ein sadistischer Tyrann war, wie die geheime Welt iranischer Jiu Jitsu-Kämpferinnen aussieht oder 10 Wege kennenlernen möchten, die um davon abzulenken, dass Dein Leben den Bach runtergeht, lesen Sie mal rein.
 

Vorfreude: Das Magazin für Millionäre kommt

Zur engeren Zielgruppe gehören wir (noch) nicht, aber die Themen interessieren uns sehr: Im Herbst kommt das Edel-Lifestyle-Magazin „Robb Report“ auf den deutschen Markt, in dem sich alles um die schönsten und teuersten Produkte dreht und darum, wie man sein hart oder leicht verdientes Geld unter die Leute bringt. Purer Luxus eben. Als Fans des „How to spend it“ Magazins ist das für uns die perfekte Ergänzung für alle Premium-Themen dieser Welt.
 
Das sieht der Jahreszeiten Verlag auch so und hat die erstmals vergebene Lizenz des US-Verlags Curto Robb Media für eine deutschsprachige Ausgabe übernommen. Damit ist der Launch die Schlüsselinvestition in diesem Jahr für den Verlag. „Wir möchten die internationale Expansion der Marke „Robb Report“ forcieren – vor allem nun in Westeuropa. Hier ist Deutschland der wichtigste Markt, ein Drittel aller Millionäre in Europa leben dort, über eine Million“, sagt Stephen Colvin, CEO von Curtco Robb Media. Wir freuen uns in jedem Fall auf die erste Ausgabe im Oktober (Copy-Preis 10 Euro), die mit den Schwerpunktthemen Reisen und Autos startet. Bis dahin halten wir schon mal unser Geld zusammen. Wer weiß, wofür wir es ab dem Herbst dann brauchen!?
 

Das Versagen der Eltern

Immer mehr junge Leute sind auf striktem Verweigerungskurs. Chillbewusst und leistungsverweigernd, essgestört und übergewichtig. Doch wie werden diese Kinder als Erwachsene eine hochkomplexe Zukunft gestalten? Das Ergebnis könnte grausam ausfallen, denn die Alten werden auf diese junge Generation nicht mehr zählen können. Das Schlimme: wir sind selbst daran schuld, denn wir haben die Kinder zu dem gemacht, was sie sind – Tyrannen.
 
In ihrem Buch „Wenn die Tyrannenkinder erwachsen werden. Warum wir nicht auf die nächste Generation zählen können“ beschreibt die österreichische Kinder- und Jugendtherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger Beobachtungen aus ihrer Praxis: Die Mehrheit der Schulkinder sind verhaltensoriginell, tyrannisch und voll Widerstand. Wo früher drei bis vier Kinder in einer Klasse auffällig waren sind heute nur noch drei bis vier normal. Warum das so ist, liegt für Leibovici-Mühlberger auf der Hand. Die Eltern machen ihren Job nicht. Sie wollen nur das Beste für ihre Kinder und bieten statt Erziehung Freundschaft. Eltern geben ihre Führungsautorität ab und übernehmen keine Verantwortung für die Kinder, die sich durch maximale Freiheit entfalten sollen. Geschützte Räume, die Sicherheit geben und Grenzen, in denen die Kinder sich entwickeln können, werden damit aufgelöst. Am Ende entwickeln sich so totale Narzissten ohne Leistungswillen und Bereitschaft sich anzustrengen.
Wir haben das Buch in einer angesagten Eisdiele in Düsseldorf Flingern entdeckt. Auf dem Boden strampelnd brüllte ein Kleinkind wie am Spieß – die Eltern genossen ihr Eis in der Sonne.        
 
Was uns zum Denken anregt
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Authentisches Convenience Food – belügen wir uns selbst?

Alles möglichst frisch gekocht, am besten Superfood*, ursprünglich, regional, echt, unverfälscht, handgemacht, aber doch auch irgendwie bequem, passend in unseren hektischen Alltag zwischen Selbstoptimierung, Multitasking und Work-Life-Balance … hhmmm, vielleicht doch mal aus dem Automaten, dann aber frisch zubereitet und volle Transparenz bei den Inhaltsstoffen, bloß kein Fleisch mehr, die armen Tiere und überhaupt die CO2 Bilanz, oder doch, schmeckt doch so gut, dann aber Biofleisch, angereichert mit Eiweiß … kennt sich eigentlich noch jemand aus beim Essen? Irgendwie wollen wir ja alles richtig machen, aber wie passt das in unseren Alltag? Convenience und handmade – geht das?
 
Wie die Foodbranche auf diese Herausforderungen reagiert, konnte man zuletzt bei der Gastronomiemesse INTERNORGA, der Leitmesse für den Außer-Haus-Markt, entdecken:
Viele Produkte betonen die authentische Herstellung oder Abstammung wie z.B. die Cola Gewara, gebraut aus Wasser und Bio-Agavensirup nach kubanischem Originalrezept von 1928. Gewürzmischungen aus aller Welt stammen von echten Seemännern oder kommen daher wie Mamas Geheimrezept.
Heukartoffeln werden nicht mehr vergraben, sondern die gesamte Kulturzeit über immer wieder mit Heu bedeckt. Gemüse gibt es in den obligatorischen Smoothies, direkt aus der Pflanze gewonnen oder als Gemüse-Snack: Chips aus Wirsing, Roter Bete oder Zucchini von my Chipsbox oder The Better Chip.
Aber Moment mal, für den perfekten Snack zwischendurch braucht man doch eigentlich nicht viel: ein frischer Apfel, eventuell kombiniert mit ein paar Nüssen? Der Raw Food Trend geht darum auch anders ­– im Rawbite, einem Riegel, in dem Nüsse und Früchte ohne Zucker und andere Zusatzstoffe zusammengepresst werden.
„Der Eiweiß-Shake in Wurstform“ will die Grillwurst von Grillido sein und kombiniert damit direkt verschiedene Food-Trends: Aus zertifiziertem süddeutschen Qualitätsfleisch (Schwein, Rind und Hähnchen), von Sterneköchen freigegeben, mit Eiweiß, Spinat und Feta angereichert und außerdem fettärmer als herkömmliche Wurst. Die ganze Story der selbsternannten „Wurst-Revolution“ kann man ausführlich auf der Website des jungen Unternehmens nachlesen. Und gegen den Kater am nächsten Tag gibt es die Konterbrause, mit Elektrolyten und Vitaminen zugesetzt. Sogar Essen aus dem Automaten kommt frisch und handmade daher: Der Soupster-Automat bereitet Instantsuppen aus reinem Gemüsepulver „frisch“ zu, selbstverständlich nach eigenem Reinheitsgebot.
 
Idealismus beim Essen ist Trend, der verwirrte Verbraucher merkt gleich: es soll Spaß machen, aber irgendwie immer einen gesunden oder praktischen Zusatznutzen haben. Diese vielen spannenden Konzepte sollen unseren Alltag erleichtern, aber belügen wir uns mit authentischem Convenience nicht ein bisschen selbst? Wenn selbst Produkte, die von Natur aus vegan sind, wie Smoothies und Säfte, als solche vermarktet werden, sollte man dann nicht einmal kurz innehalten, seinem gesunden Menschenverstand folgen und vielleicht doch noch mal zu Apfel und Nüssen greifen?
 
Zuletzt noch ein denkwürdiges Dessert, das in Amerika zum absoluten Foodtrend avanciert: der Raindrop Cake. Darren Wong aus New York brachte den Regentropfen aus Japan nach Amerika, wo er besonders bei den kalorienbewussten Menschen auf offene Münder traf. Dieses 0-Kalorien-Dessert, das optisch eine Mischung aus Brustimplantat und Qualle ist, besteht nur aus Wasser und Agar Agar. Serviert wird es mit einer Zuckermasse und Kinako, einem Sojabohnenmehl. Der Geschmack ist unglaublich, es schmeckt nach Wasser, Zuckermasse und Sojabohnenmehl. WOW! Wer dazu noch eine erfrischende Hochsommerversion kennenlernen möchte, sollte vielleicht mal Eiswürfel probieren, garantiert kalorienfrei!

*Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen (z.B. Goji- oder Acai-Beeren, Chia-Samen)
 

Dicke Geschäftsidee

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Übergewicht. Jeder 5. hier ist adipös, also stark übergewichtig, und etwa zwei Millionen Menschen sind sogar morbid adipös – also so sehr, dass sich das Bewegen in der Gesellschaft als immer schwieriger gestaltet. Geht ein stark übergewichtiger Mensch in ein Restaurant, kommt er schon mal ins Schwitzen, wenn er die enge Bestuhlung sieht und weiß, dass diese ihn nicht tragen kann.

Im Flugzeug zwängt sich mancher mehr schlecht als recht in den Sitz, im Hotel sind dann die Duschkabinen so eng, dass der Wasserhahn in den Rücken sticht und die Handtücher muten vom Format wie Waschlappen an. In Aufzügen ist die maximale Belastung schnell überschritten, sobald ein dicker Mensch zusammen mit anderen darin fahren möchte. Zu viele Treppenstufen sind aber unbezwingbar, Betten und sogar Klobrillen halten das schwere Gewicht oft nicht aus.
Und auch Orte, die adipöse Menschen aufsuchen sollten, sind nicht für sie gemacht. Die Geräte in Fitnessstudios sind nicht für große Körperfüllen gebaut, Stühle in den Wartezimmern der Ärzte sind zu eng, MRT-Geräte sind nicht für hohes Gewicht ausgelegt, so dass man häufig in Tierkliniken ausweichen muss. Damit wird der öffentliche Raum für Fettleibige mit jedem Kilo mehr auf den Rippen immer enger – denn unsere Umwelt ist für Menschen mit 180 Kilogramm einfach nicht ausgelegt. Als Dicker bekommt man immer wieder die Botschaft, dass man nicht dazugehört. So ziehen sich Übergewichtige aus der Öffentlichkeit an Orte zurück, die sie sich passend eingerichtet haben.

Kaum ein Unternehmen hat sich bisher auf diese spezielle Zielgruppe spezialisiert, die jedoch auch in Deutschland von Jahr zu Jahr wächst. Dicksein ist mit so viel Scham und Schuldgefühlen behaftet, dass die betroffenen Menschen gar nicht auf die Idee kommen, eine passende Umgebung zu fordern. Spezielle Möbel für adipöse Menschen kommen dann häufig von Herstellern für Pflegeeinrichtungen und sind sehr teuer.

In den USA jedoch, wo bereits zwei Drittel aller Einwohner Übergewicht haben und ein Drittel der Bevölkerung krankhaft übergewichtig ist, gibt es schon seit Jahren auf Dicke spezialisierte Firmen. Selbst Särge in XXXL-Größen werden hier schon seit Jahren produziert. In Deutschland hat das Unternehmen „Die SHOPtimisten“ mit dem Internetshop xxl-stuehle-shop.de, die Geschäftsidee aufgegriffen und betreibt einen Internethandel mit Bürostühlen, die nach KG-Traglast sortiert sind. Doch wie es scheint, möchte sich diese Zielgruppe nicht aus der Gesellschaft ausgrenzen lassen und sucht lieber in Internetportalen nach Hilfe und Lösungen, wie man z.B. Betten verstärken kann oder sich selbst Möbel bauen kann statt auf spezielle Angebote einzugehen. Man will einfach nicht abgestempelt werden als derjenige, der in Läden für Dicke einkauft. Wir sind gespannt, wie sich der Umgang mit dieser Zielgruppe weiterentwickeln wird – hier ist sicher noch viel Platz für neue Geschäftsideen. Wer die Sichtweise eines Übergewichtigen Menschen besser verstehen will, dem sei das Buch „Weil ich ein Dicker bin. Szenen eines Lebensgefühls“ von Bertram Eisenhauer empfohlen.
 
Wo wir gerne hinsurfen
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CMYK oder wenn Mr. Magenta einen gelblichen Apfel isst …

Was passiert, wenn Mr. Yellow auf Mr. Cyan trifft oder Mr. Cyan seinen Regenschirm vergisst und von einer magentafarbenen Wolke erwischt wird, zeigt dieses wunderbare animierte Video und erklärt damit das Farbmodell CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Black). Dieses verfolgt uns jeden Tag bei unserer Arbeit, aber selten haben wir die Mischung der Druckfarben auf so verspielte Art und Weise dargestellt gesehen.

Keine Mainstream Mistmusik aus dem Radio

Vor vielen Jahren hatten wir einen sehr netten Kollegen, Axel Wursthorn, mit einem kleinen Sohn. Axel Wursthorn ist mittlerweile Senior Vice President Marktkommunikation bei der Deutschen Post AG. Und sein Sohn Felix ist Mitglied der Band „Love Machine“ und verantwortlich für Guitar und Synthesizer. Die Band macht klasse Musik („from the cosmic coast of western Germany“) und die Bandmitglieder sehen auch noch ziemlich gut aus. Laut Axel sollen wir unbedingt mal ein Konzert besuchen: „Die Jungs liefern richtig ab. Love Machine verbindet alle Leute, die auf gute Musik stehen … immer ein gut gemischtes Publikum … für die Alten schön, die sich in ihre Jugend zurück versetzt fühlen und für die Jungen, weil die Lust haben auf richtige Musik und diesen ganzen Mainstream Mist aus’m Radio nicht mehr hören können …!“ Reinhören in „Sun Paradox“ vom neuen Album Circles. Tourdaten unter lovemachinegermany.com
Wo wir auftanken
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Hier stirbt die Hoffnung nie

Wo bis vor 3 Jahren noch unvollendete Bauruinen standen, schaut man nun auf Dünen, das türkisfarbene Meer und ist nur einen Steinwurf vom Es Trenc, dem wohl schönsten Strand Mallorcas entfernt. Diesen wunderschönen Platz hat sich die Bar Esperanza ausgesucht, die noch ein Geheimtipp ist, um dort frische Fusionküche mit Einflüssen aus Peru, Thailand und aller Welt sowie gute Drinks anzubieten. Ein Highlight ist die Weinkarte mit über 100 Weinen, viele davon international. Aber natürlich – oder auch zum großen Glück, sind auch die besten Weine der Insel vertreten. Also, genießen, anstoßen und auf baldige Wiederkehr hoffen.
 

Alles is bunt, laut und blinkt, Stadt voller Affen is voll und stinkt*

Berlin ist cool. Cool ist auch der Name einer Concept Shopping Mall zwischen Kudamm und Zoo: Bikini Berlin. Zu dem denkmalgeschützten Ensemble gehört das lang gestreckte Bikinihaus (hatte ursprünglich mal ein von Säulen eingefasstes Luftgeschoss in der Mitte, daher der Name) und das kleine Hochhaus mit dem 25hours Hotel, in dem im oberen Stockwerk das Restaurant Neni mit grandiosem Blick auf Berlin residiert.
 
In der Mall findet man tolle Läden. Etablierte Marken, aber auch junge, noch unbekannte Fashion Labels. Es gibt jede Menge zu entdecken, unter anderem die begrünte Dachterrasse oder den spektakulären Blick auf den Affenfelsen des Berliner Zoos. Im Restaurant Neni Berlin sollte man unbedingt reservieren. Nicht nur die Plätze mit Aussicht sind begehrt, auch das Essen mit persischen, marokkanischen, spanischen und israelischen Einflüssen ist populär. In der Bar im 10. Stock gibt es eine kleine Tribüne für das beste Metropolenpanorama. Bevor man sich ins Berliner Stadtleben zurücktreiben lässt, sollte man noch die Toilette im Neni mit Fenster zu den Stadtaffen besuchen.
 
*Peter Fox/Stadtaffe
 

Fleisch ist mein Gemüse

Irgendwo im Nirgendwo Mallorcas gibt es kleines Restaurant, das neben leckerem Fisch die sensationellsten Fleischgerichte anbietet. Das Binicanella ist ein ehemaliges Kloster außerhalb von Son Severa, das von der Mallorquinerin Petra und ihrer Familie betrieben wird. Das Highlight ist neben der unglaublichen Herzlichkeit die Grillkunst von Petras Bruder, der vom (sehr, sehr großen) Entrecote bis zum Milchlamm alles auf den Punkt perfekt und butterzart zubereitet. Fast alle Zutaten kommen aus Mallorca, Gemüse und Kräuter sogar aus dem eigenen Garten. Einfach und einfach superlecker! !Hasta luego, Petra!
 

Und noch ’ne Runde

Wer den ganzen lieben langen Tag wie im Hamsterrad ist, läuft am Wochenende zur Entspannung über die Achterbahn. Die Landmark Tiger and Turtle wurde Ende 2011 eröffnet und verleiht Duisburg ein besonderes Highlight. Schon von Weitem ist die 200 Meter hohe Skulptur sichtbar, nur das Tempo auf dieser Achterbahn ist etwas gemächlicher. Denn statt in rasenden Wagen ist der Besucher auf eigenen Füßen insgesamt 220 Meter über 220 Stufen unterwegs. Und statt der Panik vor der nächsten Kurve genießt er einen Panoramablick weit über das Ruhrgebiet. Besonders schön ist aber nicht nur der Blick von, sondern auch auf die Skulptur, besonders nachts, wenn sie dank etlicher LED-Lämpchen erstrahlt.
 
Termine, die wir nicht verpassen
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Beyond Design …

… ist das Thema der Typo Berlin 2016, bei der es um die Strategie einer verantwortungsvollen Gestaltung geht. Klingt so spannend, dass wir uns die Konferenz am 12. und 13. Mai in Berlin nicht entgehen lassen.

We’re offf

Vom 26. bis zum 28. Mai sind wir wieder in Barcelona, um uns auf der OFFF von Schrägem, Schönem und Unerwartetem inspirieren zu lassen.

Die Offf ist eine Konferenz für Online- und Offline-Designer, Denker, Sound-Designer, Theoretiker, Entwickler, Professionals und Studenten – eben für die Neugierigen. Für uns.
 

Pina Bausch und das Tanztheater

Wie bringt man nicht nur eine Kunst, in der alles Bewegung ist und Bewegung alles, ins Museum, sondern huldigt auch noch der Pionierin des modernen Tanztheaters und einer der einflussreichsten Choreografinnen des 20. Jahrhunderts angemessen?

Die Ausstellung Pina Bausch und das Tanztheater in der Bonner Bundeskunsthalle zeigt bis zum 24. Juli keine Werke von Pina Bausch. Wer diese sehen wolle, müsse nach Wuppertal fahren, so Salomon Bausch, Sohn der Choreographin und Vorsitzender der Pina Bausch Foundation. Die Ausstellung ermöglicht trotzdem einen tiefen Einblick in die Arbeit Pina Bauschs, zeigt die Grundlagen ihrer Arbeit, ihre Vorgehensweise, die wesentlichen Aspekte und die Menschen, die sie auf ihrem (Arbeits-)Weg begleitet haben und macht diese durch Requisiten, Filme, Szenenfotos und andere Erinnerungsstücke lebendig.
 
Im Zentrum der Ausstellung steht aber die Lichtburg, eine Nachbildung der Wuppertaler Probenräume. In diesem „Raum lebendiger Erfahrungen“ erinnern Mitglieder des Wuppertaler Ensembles in Performances, Tanz-Workshops, Proben, Lesungen und Gesprächen an Pina Bausch. Die Lichtburg soll Ort der Inspiration sein, ein Labor der Begegnung und Annäherung an das Werk von Pina Bausch. Vielleicht erlebt man dabei etwas von der legendären Arbeitsweise Pina Bauschs, die ihren Tänzern keine Anweisungen gab, sondern persönliche Fragen stellte („Wie hast du dich als Kind ­gefühlt, wenn …?“) oder probiert sich selber an der Aufgabe „Ihr habt ein Boot, aber kein Wasser“ aus.
Denn mit Pina Bausch war jede Probe eine Neuentdeckung, eine Grenzüberschreitung: „Mich interessiert nicht, wie sich die Menschen bewegen, sondern, was sie bewegt.“
 

Incognito

Noch bis zum 16. Mai werden im Museum Folkwang bislang unveröffentlichte Collagen, Zeichnungen und Plastiken des Multitalentes Tomi Ungerer gezeigt. Dass er schon immer schön bissig war – sein Spitzname ist „Der schärfste Strich der Welt“ – wissen wir. Dass seine seit 15 Jahren entstandenen Collagen höchst satirisch und surreal sind, sehen wir in Essen.
 

Katharina Fritsch

Dass Kunst-Weltstar Katharina Fritsch in Essen geboren wurde, hat in der Ausstellungsgeschichte bislang kaum Berücksichtigung gefunden. Jetzt aber zeigt das Museum Folkwang eine zwischen 2005 und 2007 entstandene Serie, in der die Künstlerin ihren Geburtsort Essen thematisiert. Fritsch zeigt ihre beeindruckenden Siebdrucke mit Plastiken im Museum Folkwang, ergänzt durch eine Präsentation in der Villa Hügel. Damit ist die vollständige Serie in Essen ausgestellt.
13. Mai bis zum 30. Oktober 2016
 

Schönes made in Düsseldorf

Das Düsseldorfer Stilwerk verwandelt sich an zwei Wochenenden im Juni in einen überdimensionalen Concept-Market namens „Düsseldorf’s finest". Zeitgleich zur drupa zeigen 40 inhabergeführte Unternehmen aus Düsseldorf vom 3.–5. sowie vom 10.–11. Juni, wie facettenreich die Rheinmetropole ist. Auf 1.800 Quadratmetern findet man regionale Angebote einheimischer Shops, Modelabels, der Gastro-Szene und von Künstlern aller Couleur – vertreten durch Unternehmen wie Null:Zwo:Elf, Vintage Fabrik, The bird who told und Herzenstreu. Auch kulinarisch kann man sich mit Leckerbissen und Drinks verwöhnen lassen – zum Beispiel von Rude Spirits, Greeny in a bottle und What’s Pizza. Zudem gibt es in Kooperation mit dem Open Source Festival & dem New Fall Festival täglich einen Auftritt verschiedener Live-Musiker, ergänzt durch Workshops und ein künstlerisches Bühnenprogramm. Wir freuen uns schon auf die Veranstaltung, die von der Agentur Kollektiv K ins Leben gerufen wurde.
 
Niehaus Knüwer inside
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Dürfen wir vorstellen:
Astrid Sieland

Auf sie werden Sie bei Ihrem nächsten Besuch oder beim nächsten Anruf höchstwahrscheinlich treffen, denn seit April arbeitet Astrid Sieland bei uns an der Front. Genauer gesagt am Front Desk als Office Managerin.

Agenturerfahrung hat Astrid als langjährige Produktionerin in großen Düsseldorfer Agenturen gesammelt bevor sie für ihre Tochter eine Auszeit nahm.
Mit einer anschließenden Ausbildung zur Bürokauffrau ist sie für uns nun die Idealbesetzung in der Agenturorganisation. Überzeugt hat uns auch, dass Astrid in ihrer Freizeit leidenschaftlich häkelt. Auch Klorollen und Briefkästen (siehe unten) sind vor ihr nicht sicher. Nur ihrem Mann zuliebe sind die Bäume im Garten tabu. Aber nun arbeitet sie ja am Hofgarten und da gibt es jede Menge Bäume die im Winter ein warmes Wämschen vertragen könnten.

Run, Baby, run!

Erschöpft, aber glücklich: Beim Metrogroup-Marathon in Düsseldorf am 24. April haben Anja, Julia, Sascha und Sabine beim Staffellauf alles gegeben, der Rest der Mannschaft beim Anfeuern mit bunten Pompons.

Aber wir sind nicht nur zum Spaß gelaufen, sondern für einen guten Zweck: Zusammen mit der Bloggerstaffel „roflcopter“ und den Kollegen von kpunktnull haben wir für die Flüchtlingshilfe der Diakonie Düsseldorf geschwitzt. Die Diakonie finanziert zum Beispiel Paten, die handfest helfen, sich in Deutschland zu integrieren.

Zusammengekommen ist eine grandiose Summe von 1.345 Euro. Herzlichen Dank an alle Unterstützer!

DIE NEUE MESSE ESSEN

Gestern, am 2. Mai, fiel der offizielle Startschuss zur Modernisierung der MESSE ESSEN, mit der die MESSE ESSEN zu einem der modernsten Messegelände Deutschlands wird. In einer EU-weiten Ausschreibung konnten wir uns im letzten Jahr den Etat der MESSE ESSEN sichern und als Leitagentur der Unternehmenskommunikation die Kampagne zur Modernisierung für verschiedene Zielgruppen entwickeln und umsetzen. So begeistern wir Aussteller, Besucher oder Anwohner mit faszinierenden Bildern von den neuen Perspektiven, die die MESSE ESSEN bietet. Die Kampagne umfasst, neben Fachanzeigen und OOH, verschiedene Informationsmedien sowie einen Info-Pavillon am Messegelände, in dem sich Interessierte vor Ort informieren können.
 

We feel good!

Für das feel good Programm von Weight Watchers, das auf ernährungswissenschaftlicher Kompetenz, cleveren Ideen und Strategien basiert, haben wir informative Broschüren entwickelt, die das Grundprinzip des Programms auf nachvollziehbare und klare Weise erläutern. Basis des Programms sind die drei Kernbereiche food, fit und feel. Der lockere und offene Instagram-Charakter zieht sich dabei durch alle Materialien.
 
Neben den Basismaterialien erhielt auch die Treffenbroschüre „Meine feel good Woche“ einen umfassenden Relaunch. Die Themenposter geben in inhaltlich und gestalterisch reduziert dargestellter Weise einen auf den ersten Blick erfassbaren Überblick über die monatlichen Treffen-Themen.
 

Secusmart auf der CeBIT

Auch dieses Jahr haben wir uns es nicht nehmen lassen, unseren Kunden Secusmart auf der CeBIT zu besuchen. Traditionell präsentiert Secusmart, führender Experte in der Entwicklung und Implementierung kompletter Abhörschutzlösungen, dort seine aktuellen Neuentwicklungen.

Wir haben für den Messestand, welcher das Thema „Shop/Manufaktur“ aufgegriffen hat, wieder die Konzeption und Gestaltung der Schaufenster und aller weiteren Kommunikationsflächen übernommen. Die großen Schaufenster zeigten alle wichtigen Lösungen/Produkte des Unternehmens. Highlights in diesem Jahr waren das SecuTABLET mit einem eigenen AppStore für gesicherte Apps und SecuSUITE for Enterprise, eine App-basierte Abhörschutzlösung für Unternehmen.
 

touch the future

2013 haben wir zusammen mit unserem Netzwerkpartner, der Digitalberatung kpunktnull, in einem Pitch den Etat der drupa gewonnen und das Kommunikationskonzept sowie Aussteller- und Besucherwerbung entwickelt. Der Imagefilm entstand 2014 und jetzt läuft der Countdown. Am 31. Mai ist die Zukunft der Druck- und Crossmediabranche zum Anfassen nah.

Dann öffnet die drupa mit einem deutlich erweiterten Konzept und zeigt die Highlights aus print, functional printing, packaging production, multichannel, 3d-printing und green printing. Für Marketeers besonders spannend ist der drupa cube. Mit rund 60 Keynotes, Panel-Discussions und Präsentationen verspricht er ein wahres Feuerwerk an Know-how, Inspiration und Innovation.
 
Was bewegt Petra Wenzel?
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Schafft Schönheit!

Ich wohne in einem Teil der Stadt, in dem wohlhabende Menschen um die Jahrhundertwende herum große, prächtige Häuser gebaut haben, denen die Liebe zum Detail aus jeder Stuckleiste quillt. Jedes dieser Häuser hat einen Vorgarten. Und jeden Tag, an dem der liebe Gott das Licht anmacht, komme ich an diesen Vorgärten vorbei und wische mir die Tränen aus den Augen. Da hilft Schotter! Wer nun also seine Persönlichkeit weiter lieber nur bei Facebook präsentiert – sie aber vor seinen Nachbarn verbergen will – der möge jetzt anfangen seinen Vorgarten zu schottern!

Was vom Schönheitswillen der Vorfahren überbleibt ist – Schotter. Schotter wohin man auch schaut. Vorgärten in Deutschland sind ein Trauerspiel. Im rückwärtigen Hausgarten werden landesweit Millionen verbuddelt – aber vorne soll es pflegeleicht, unauffällig, sauber, akkurat und untadelig sein. Der deutsche Vorgarten ist ein Abbild der nationalen Geistesverfassung. Einen Vorgarten anzulegen verwirrt – er setzt den eigenen Gestaltungswillen und die eigene Unzulänglichkeit der Kritik der Öffentlichkeit aus.
Ihm sei folgendes empfohlen: Mutterboden platt walzen (damit es grade wird), eine dicke Folie aufbringen (damit nichts mehr durch den Schotter wachsen kann), dann den Schotter drauf (den gibt es in vielen hübschen Farben) und dann in die Mitte einen Japan-Ahorn im Kübel stellen (sonst kann man nicht sagen, dass es ein japanischer Garten ist). Dieses Ensemble verändert sich garantiert die nächsten 12 Monate kaum. Danach – und das ist mein Trost – kriechen kleine Moose aus den Ritzen, finden die ersten vom Wind angeblasenen Samen irgendwo zwischen dem Schotter einen Krümel Erde und fangen an, das Kunstwerk zu überwuchern. Ich hab noch keinen gesehen, der es geschafft hat, gegen kleine Pflänzchen im Schotter anzukommen. Da hilft nur Chemie aber das ist eine andere Geschichte. Was mich also bewegt? Ich wünsche mir ein nationales Aufbegehren! Ich wünsche mir das unbedingte Bekenntnis zur Schönheit – auch wenn es mit Arbeit verbunden ist! Jeder der täglich an seiner eigenen vorhäuslichen Tristesse zig-Mal vorbeikommt ist hiermit aufgerufen, selbst die Handschuhe anzuziehen und zur Grabschaufel zu greifen. Macht es euch schön! Macht es den Mitmenschen schön! Macht vor allem, dass ich nicht mehr weinen muss! Fangt bitte an! Schlimmer als es jetzt ist kann es nicht werden. Und denkt daran: Schönheit heilt das Herz!
 
Petra Wenzel ist Gründerin und Geschäftsführerin des „The Golden Rabbit“, des ersten Concept Stores für Garden Lover.
 
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