Niehaus Knüwer and friends entdeckt für Sie Themen, Trends und Tipps rund um Marken, Menschen und Märkte in einer vernetzten Welt.
Im Mai:
Shoppen & spenden, geliebt & verteufelt, 4Real & True2
Was wir gerade lesen
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Foodlover ganz nah

In The Brander stellen renommierte Journalisten und Autoren, wie Sibylle Berg oder Juli Zeh, seit 2011 in spannenden Reportagen Marken und ihre Macher vor oder geben uns Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen. Mit dem zweiten Buch von The Brander, der Food Edition geht es auf eine kulinarische Weltreise zu 17 passionierten Menschen und Marken.
 
Hautnah erleben wir zum Beispiel, was Heidi Johannsen Stewart & Michael Shannon vom BELLOC Q Tea Atelier, dem israelischen Starkoch und aktuellen Liebling der Hobbyköche Yotam Ottolenghi und Christoph Keller & Alexander Stein vom schwarzwälder Premium Gin Monkeys 47 antrieb und antreibt. Neben den Markengeschichten gibt es die Lieblingsrezepte der Macher zum Nachkochen obendrauf. Die Küchenverweigerer erfreuen sich an tollen Geschichten und Bildern.

Look + Cook

Selten fühlen wir uns heimischer, als wenn wir ein typisches Familiengericht essen. Aus einem Workshop für junge Flüchtlinge, die es alleine nach Hamburg geschafft haben, ist ein tolles Bilder-Kochbuch mit 14 Rezepten u. a. aus Gambia, Ghana, Guinea, Somalia, Benin und Ägypten entstanden.
 
Die Rezepte bestehen ausschließlich aus Bildern – einer Sprache, die jeder versteht. Jedes Rezept zeigt dabei erst einmal eine Übersicht der benötigten Zutaten und jeweiligen Mengen – danach folgen Schritt-für-Schritt-Bilder, auf denen man genau sieht, wie das jeweilige Gericht entsteht.
Die Jugendlichen geben auch Einblick in ihr Leben vor der Flucht: Bubaker aus Guinea kocht z. B. Ciep & Riz gras, das seine Schwester zu Hause oft machte. Eric aus Ghana mag am liebsten Apesi mit Fisch und Kochbananen, das er in seiner Heimat gleich drei Mal in der Woche aß.

Wer und warum sind „Wir“?

In der Trendstudie des Zukunftsinstituts Die neue Wir-Kultur beschäftigt sich die Autorin Kirsten Brühl mit dem hochaktuellen „Wir“-Phänomen.
 
Ob im privaten oder im Businessbereich – überall entstehen neue Formen von Kollaborationen: von Tauscheinrichtungen wie öffentlichen Bücherschränken über Urban Gardening bis zur Unternehmensdemokratie, in der Mitarbeiter die Chefs des Unternehmens demokratisch wählen. Aber steht hinter dem „Wir“ immer ein solidarischer Gedanke? Oder geht es am Ende doch nur um den eigenen Vorteil? Diese Studie versteht sich als eine Art Inventur des Wir an der Nahtstelle von Spätindividualismus, der in den vergangenen Jahrzehnten der große Treiber in der Gesellschaft war, und neuem Kollektivismus. Sie gibt einen interessanten Einblick in die Wir-Forschung sowie einen Ausblick auf die Rolle des Wir in der Zukunft des Business. Machen wir uns also fit für die Ära des neuen Wir!
Was uns zum Denken anregt
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Die Zukunft wird gedruckt

Das erste Mal ist uns Local Motors 2010 auf der Innovationskonferenz Picnic – die es in dieser Form leider nicht mehr gibt – in Amsterdam begegnet. Dort hatte das junge Unternehmen, das mit nichts weniger als der Vision, die Autoindustrie zu revolutionieren, angetreten war, sein erstes Projekt vorgestellt – den Rally Fighter.
 
Ein Auto, das für die Nische entworfen wurde: Für Menschen, die in der Nähe von Wüsten oder in den Weiten der USA leben, die eine Ausfahrt ins Gelände als Herausforderung verstehen und die notwendigen 99.000 Dollar ausgeben können und wollen. Das Revolutionäre: Das Auto wurde vollständig durch Crowdsourcing entwickelt – sprich von der interessierten Community und potenziellen Kunden konstruiert. So ist das grundlegende Design in einem öffentlichen Wettbewerb entstanden. Käufer können außerdem in eine der Local-Motors-Fabriken kommen, um das Auto je nach eigener Fertigkeit und Lust „mit“zubauen. Dabei werden beispielsweise Designleistungen, sofern sie umgesetzt werden, durch eine Umsatzbeteiligung für den Schöpfer entlohnt. 2010 noch als Prototyp vorgestellt, ist der Rally Fighter mittlerweile ein voller Erfolg. Die ersten hundert Autos wurden bis heute verkauft und es sollen weitere hundert folgen. Zahlen, die allerdings keinen der großen Hersteller von Autos aus der Reserve locken dürften. Was jedoch unglaublich ist: Der Break Even für das gesamte Projekt wurde bereits mit dem sechzigsten (!) abgeholten Fahrzeug erreicht. Zugegeben, dies ist auch dadurch möglich, dass zum Beispiel ein schon bestehender Motor von General Motors zugekauft wird. Dennoch eine beachtliche Leistung des jungen Unternehmens.
 
Auf der SXSW im März stellte Local Motors CEO John Rogers das neueste Auto seines Unternehmens vor, der im September 2014 auf der International Manufacturing Technology Show in Chicago Premiere feierte.
 
Im September 2014 wurde auf der International Manufacturing Technology Show in Chicago das erste voll funktionsfähige Auto, dessen gesamte Karosserie mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde, nicht etwa nur gezeigt. Nein, Local Motors entschied sich, den Strati – so heißt der Zweisitzer – gleich komplett vor Ort live zu produzieren. Dafür wurde eine kleine Produktionsstraße in der Messehalle aufgebaut. Neben dem Drucker bestand diese noch aus einer CNC-Fräse und einer Montagestation, an der die Karosserie mit einem Elektromotor zum fertigen und fahrtüchtigen Strati verheiratet wurde.
 
Das Ganze war eine Weltpremiere. Noch nie zuvor hatte Local Motors diesen, auf kleinstem Raum realisierten Aufbau getestet, geschweige denn ein ganzes Auto gedruckt und zusammengebaut. Was dann vor den Augen der Zuschauer geschah, ist in diesem kurzen Bericht zu sehen. Damit war Local Motors nicht nur auf der Messe, sondern auch in der medialen Berichterstattung der absolute Star, was den ein oder anderen klassischen Autohersteller oder Maschinenbauer auf der Messe alles andere als erfreute, wie CEO John Rogers, nicht ohne ein leichtes Schmunzeln, berichtete.
 
Im Gespräch auf der SXSW wurde sehr schnell deutlich, dass nicht das Auto allein das wirklich Revolutionäre ist, sondern vor allem das, was sich im Vorfeld und im Hintergrund abspielte: In einer Kooperation mit dem Oak Ridge National Lab, einem der renommiertesten Forschungslabore in den USA, wurde in den letzten Jahren intensive Forschung im Bereich der Materialwissenschaften und des 3D-Drucks vorangetrieben.
Dabei unterzog man das Druckmaterial, das letztendlich nichts anderes als eine Weiterentwicklung der bekannten Legosteine – mit Kohlenstofffasern verstärkter Kunststoff – darstellt, ausführlichen Tests zur Sicherheit bei einem Unfall. Die Ergebnisse zur Absorption von Aufprallenergie und dem Splitterverhalten sind äußerst positiv. Man geht also davon aus, dass bessere Werte als bei klassischen Karosserien erreicht werden können. Aktuell laufen weitere Tests zum Materialverhalten bei extremen Wetterkonditionen und auch die Forschung im Bereich der Metall- und Polymerverarbeitung wird weiter vorangetrieben. Zusätzlich wird Local Motors die Kooperation mit Oak Ridge und der Universität von Tennessee zu einem Forschungscluster im Bereich der Verbundwerkstoffe ausbauen und die Erkenntnisse in zukünftige Modelle einfließen lassen.
 
Von den Aktivitäten von Local Motors haben natürlich auch schon die ersten traditionellen Automobilhersteller Wind bekommen und Rogers kontaktiert. So fragte ein globaler Hersteller mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens bei ihm an, was Local Motors denn für das eigene Unternehmen liefern könnte. Der CEO ließ den Brief unbeantwortet, wie er selbstbewusst erzählt. Nicht Local Motors könne etwas für die klassischen Hersteller liefern, aber er wäre mehr als bereit für eine Kooperation, wenn zum Beispiel ein großer Hersteller seinerseits als Zulieferer für einen innovativen Elektromotor andocken würde.
 
Ein beindruckendes Selbstverständnis, aber damit nicht genug. Rogers hat noch viel größere Pläne: Er will nicht weniger bauen als „the factory oft the future“. Dass er den Begriff auch gleich als Trademark hat schützen lassen, zeigt, wie ernst er es meint. Dabei handelt es sich um Mikrofabriken, die rund um die Welt aufgebaut werden und neben den eigenen Fahrzeugen auch für andere Produzenten im Automobilsektor geöffnet werden sollen. Als einer der nächsten Standorte ist Deutschland fest eingeplant – in der Nähe von Berlin soll noch 2015 eines der modernen Produktionszentren entstehen. Neben lokaler Nähe und den damit drastisch verringerten Distributionskosten erreicht Local Motors so auch eine Belebung des lokalen Jobmarktes, eine schnellere Time-to-Market und eine deutliche Reduzierung des ökologischen Footprints. Geplant ist, in den nächsten zehn Jahren hundert Mikrofabriken rund um die Welt zu eröffnen, um somit nach Rogers Worten die nächste industrielle Revolution zu ermöglichen. Am Ende steht in seiner Vision eine gänzlich veränderte, produzierende Industrie und vollkommen andere Strukturen – „Disruption at its best“.

Die Entdeckung der Sinne

In Hamburg haben wir uns im Museum Dialog im Dunkeln für 90 Minuten den Herausforderungen des Blindseins gestellt. In einer Gruppe von acht Personen haben wir gefühlt, gehört und geschmeckt, aber rein gar nichts gesehen.
 
Vor der Führung haben wir das Wichtigste zum Umgang mit einem Blindenstock gelernt und schon ging es los in die Dunkelheit. Unser Gruppen Guide erklärte, dass wir als erstes in einen Raum kommen, indem wir versuchen sollten, uns frei zu bewegen. Doch anstatt eines Raums erwartete uns bloß ein schwarzes Loch. Wir gingen durch einen „Park“ spazieren, einen Kiesweg entlang, ein kleines Stück bergauf, eine Abbiegung nach links.
Ziemlich unsicher, denn wir sind es ja nicht gewohnt, „blind“ durch die Welt zu wandern. Wir hörten Vögel zwitschern, Hunde bellen, Leute reden und sollten an der Stelle stehen bleiben, an der der Kiesweg aufhörte und die Rasenfläche begann. Hört sich trivial an, stellte für uns aber schon die erste Herausforderung dar. Denn natürlich stellt man sich diese Stelle vor dem inneren Auge vor und weiß, wie es aussieht, wenn der unebene Kiesweg an einer saftig grünen Wiese aufhört. Genau dort stehen zu bleiben ist kein Problem – wenn man etwas sehen kann. Aber noch nie haben wir uns beispielsweise bei einem Spaziergang durch den Hofgarten auf das „Gefühl“ konzentriert, wie es ist, von einem Steinweg auf eine Wiese zu gelangen. Merkt man den Unterschied zwischen Stein und Wiese tatsächlich oder lässt sich dieser doch nur mit Hilfe des Sehsinns auseinander halten? Stark konzentriert, Fuß vor Fuß und Schritt für Schritt konnten wir den Unterschied dann tatsächlich spüren und waren stolz auf uns, an der richtigen Stelle stehen geblieben zu sein.
 
Weitere nicht unbedeutende Herausforderungen folgten, wie zum Beispiel der Gang über eine Brücke, ohne ins Wasser zu fallen, sich auf eine Bank zu setzen, möglichst ohne bei einem anderen auf dem Schoß zu landen – wie unangenehm. Aber woran erkennt man, ob ein Platz frei ist, ohne jemanden mit dem Blindenstock zu „erschlagen“? Kann man hören, ob jemand, der sich ruhig verhält, in der Nähe ist? Oder fühlt man sogar, dass jemand neben einem steht oder sitzt? Ja, wir haben es gespürt! Das Auge ist vielleicht eines der wichtigsten Sinnesorgane, doch man sollte seine anderen Sinne nicht unterschätzen. Es ist beeindruckend wie sich Hör-, Tast- und Geruchssinn einsetzen lassen, um den einen Sinn, der nicht funktioniert, auszugleichen.
 
Zum Abschluss sollten wir in einer Bar etwas zu trinken bestellen und bezahlen. Dabei mussten wir uns vor allem auf die Ehrlichkeit unserer Mitmenschen verlassen, denn ob wir eine 1€ oder eine 2€ Münze in der Hand halten, konnten wir dann doch nicht unterscheiden. Egal, zur Not haben wir halt ein bisschen mehr gezahlt.
 
Meist wird einem erst bewusst, wie sehr man etwas vermisst, wenn es nicht mehr da ist. So erging es uns bei diesem Erlebnis auch. Es zeigt, dass es durchaus „Sinn“ macht, sich nicht immer nur auf das Gewohnte zu verlassen, sondern den inneren Blick auch bewusst auf anderes zu lenken. Es lohnt sich, zwischendurch einfach mal die Augen zu schließen und sich auf die anderen Sinne zu konzentrieren, die mehr können als wir manchmal denken. Was nehmen wir wahr, wenn wir nicht hinschauen, sondern nur hören, sehen, riechen und fühlen?
 
Wo wir gerne hinsurfen
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Meeting my Doppelgänger

Eine These besagt: Auf der Welt gibt es sieben Menschen, die so aussehen, wie man selbst.
Warum sollte man also in Zeiten moderner Vernetzung nicht versuchen, zumindest den einen oder anderen dieser Doppelgänger ausfindig zu machen?
 
Die drei Freunde Niamh, Terence und Harry aus Irland haben daraus Ende März eine Challenge gemacht. Die Aufgabe: jeder von ihnen wollte innerhalb von nur 28 Tagen den perfekten Doppelgänger finden. Sieger sollte derjenige sein, der jemanden findet, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht.
 
Nach nur zwei Wochen war Niamh ihren männlichen Kontrahenten einen Schritt voraus. Sie traf sich mit ihrer ersten Doppelgängerin Karen. Das Video dazu erreichte innerhalb kürzester Zeit über 6,5 Millionen Zuschauer - ihr Experiment wurde prompt und unerwartet zu einem Viral-Hit. Zeitungen, Blogs und Webseiten berichteten über ihre Aktion und ein TV-Sender arbeitet nun mit ihnen daran, ein Format zu entwickeln, in dem ebenfalls nach Doppelgängern gesucht wird.
 
Auch Harry und Terence fanden Menschen, die ihnen ähnlich waren, jedoch hatten sie bisher noch nicht so ein Glück wie Niamh mit Karen – weshalb wir davon ausgehen, dass sie die Challenge gewonnen hat (ein offizielles Statement fehlte zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels).
 
Wer sich den dreien anschließen will und ebenfalls nach seinen fremden Zwillingen suchen möchte, kann sein Bild auf ihrer Facebook-Seite einreichen oder durch die vielen bereits eingereichten Bilder dort scrollen und schauen, ob einem ein Gesicht bekannt vorkommt. Wir sind gespannt wie viele Twin Strangers sich noch finden und wünschen viel Erfolg!

Papierzauberwelt

Er liebt nicht nur Mode, sondern ist auch bekennender Papierfreak. Das zeigt der fantastische Auftakt seiner Chanel Haute Couture Show Frühjahr 2015.
 
Hier ließ Karl Lagerfeld einen schneeweißen Papiergarten wie von Zauberhand farbenfroh aufblühen. Schön, schöner, am schönsten!

Homeless Fonts

„Ich hätte niemals gedacht, dass meine Handschrift etwas Wert ist!“ – jetzt ist die Handschrift der Obdachlosen Lorraine auf dem Etikett eines spanischen Wein-Herstellers zu sehen.
 
Zu verdanken ist das der Charity-Aktion Homeless Fonts, die die Pappschilder von Menschen, die auf der Straße leben, abfotografiert, als digitalen Font aufarbeitet und zum Kauf anbietet. Der Erlös geht komplett an die Urheber. Auf der Website sind zudem interessante Hintergrund-Videos über das Projekt und die Urheber zu sehen.

You are fantastic

Sie sitzen schon eine ganze Weile im Büro, arbeiten wie ein Weltmeister und keinem fällt es auf? Was Sie jetzt dringend brauchen, ist ein dickes Lob!
 
Wenn schon nichts aus Ihrem Umfeld zu erwarten ist, dann bekommen Sie immerhin auf Ihrem Monitor Komplimente bis zum Abwinken, bzw. bis Sie „Thanks“ klicken. Damit besonders schöne Worte nicht nur Schall und Rauch sind, bestellen Sie sie als Kunstdruck.

Shoppen und spenden – wir sind dabei

Einkaufen und dabei etwas für einen guten Zweck zu tun ist jetzt ganz einfach. Über das gemeinnützige Berliner Online-Start-up boost kann jeder beim Online-Einkauf die Rückvergütung der Shops, die üblicherweise als Werbekostenerstattung für die Verlinkung auf die Shop-Seiten gezahlt werden, direkt für einen guten Zweck seiner Wahl spenden. Mehrkosten für den Einkauf entstehen dabei nicht.
Man geht einfach über die Boost-Website auf den Online Shop, bei dem man einkaufen möchte. Boost erhält als Vermittler für den Einkauf eine Provision (Durchschnittlich 6% des Warenkorbs), die dann an eine vom Spender selbst ausgewählte Spendenorganisation weitergeleitet wird! Bisher kamen bereits fast 700.000 Euro an Spenden zusammen.
Wo wir auftanken
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Afternoon tea wie mit Sissi

Das Belmond Reid‘s Palace Hotel auf der portugiesischen Insel Madeira ist eines der Leading Hotels of the World und seit 1887 ein historisch bedeutsamer Platz. Sissi, Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, verbrachte hier einige Monate, aber auch George Bernhard Shaw, Winston Churchill und Charlie Caplin schätzen das angenehme Klima, die 120 Quadratmeter Suiten, den diskreten Service und die englische Teatime. Der Nachmittagstee wird gestern wie heute auf der Terrasse mit Blick auf den Atlantik und den suptropischen botanischen Garten eingenommen. Auf einer Etagère versammeln sich Lachs- und Gurkensandwiches, Scones samt Clotted Cream und hausgemachte Minitörtchen. Serviert wird auf feinstem Bone China der britischen Firma Wedgwood.
Nach der zweiten Runde Earl Grey stellt sich dann eine wunderbare, watteweiche Ruhe ein. Muss man nach genussvollen Stunden diese Zeitmaschine wieder verlassen, reibt man sich angesichts der nachlässig gekleideten Touristen auf der Straße ungläubig die Augen. Ja, wir schreiben das Jahr 2015, wir sind nicht die Lady- und die Lordschaft und für uns fährt nicht die Kutsche vor. Aber die Teatime im Reid’s – die können wir uns doch ab und zu mal gönnen.

So einfach sind die kleinen Freuden

Mallorca hat unzählige schicke Beachclubs, stylische Restaurants und hippe Intreffs – und Gott sei Dank auch noch hin und wieder das Gegenteil. Im Nordosten der Insel, zwischen Son Severa und Costa del Pins, ganz in der Nähe des Golfplatzes Son Severa, haben wir „unsere“ Beachbar entdeckt. Ohne Chichi und Schickimicki gibt es einfache und einfach leckere Fischgerichte sowie köstlichen Wein. Die frische Meeresbrise und das Rauschen der nur wenige Meter entfernten Wellen gibt’s gratis dazu. Da die Bar nur mittags für wenige Stunden geöffnet hat, sollte man schnell sein, denn ruckzuck sind die Plastikstühle besetzt.

Schau mir in die Augen, Kleines

Eine Reise nach Marokko ist in vielfacher Hinsicht lohnenswert. Der unabhängige Staat ist gemäß Verfassung eine konstitutionelle Monarchie. Staatsoberhaupt ist König Mohamed VI. Rabat ist die Hauptstadt, Marakkesch kulturelles Zentrum und Casablanca, die Stadt am Atlantik, ist mit fast vier Millionen Einwohnern die größte Stadt Marokkos. Berühmt geworden ist Casablanca natürlich durch den gleichnamigen Film von 1942 mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart. Nur leider wurde der im zweiten Weltkrieg spielende Film in Hollywood gedreht, was auch erklärt, dass es Ricks Café in Casablanca niemals gegeben hat. Damit die Touristen aber neben der Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, der Hassan-II.-Moschee, noch ein weiteres Highlight besichtigen können, wurde Rick‘s Café einfach nachgebaut. Dort kann man einen filmreifen Drink an der Bar zu sich nehmen, „stilecht“ serviert von einem Mann mit Fes auf dem Kopf. 
Unser persönlicher Hotspot in Casablance ist allerdings das Scala – Café Maure, nur ein paar Straßen weiter. Hier speist man in arabischem Ambiente, zum Teil unter freiem Himmel. Jeden Tag gibt es ein besonderes Tagesgericht, zum Beispiel Couscous mit Huhn und Gemüse oder Tajine mit eingelegten Zitronen. Köstlich! Wer nach den üppigen Vorspeisen und dem mehr als üppigem Hauptgericht noch kann, bestellt sich gefrorenen Nougat und trinkt gesüßten Minztee dazu.
Termine, die wir nicht verpassen
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Auf geht’s zur #rp15!

Bis Donnerstag sind wir auf der re:publica in Berlin. Neben Aktionen wie dem interaktiven Tatort-Dreh #TatortAffenfelsen lauschen wir Vorträgen zu den Themen Meinungsfreiheit sowie Urheber- und Social-Media-Recht, zücken den Stift für Sketchnotes im dazugehörigen Workshop und spitzen die Ohren bei Diskussionen über Foodblogging 2.0 und zur Frage, wie Teenager das Internet sehen, gestalten und nutzen. 
 
Anfangs mit 700 Bloggerinnen und Bloggern gestartet, ist die re:publica heute eine der weltweit wichtigsten Veranstaltungen für die digitale Gesellschaft: u. a. für Journalisten, Social Media- und Marketing-Experten, Wissenschaftler, NGOs und Unternehmer mit einem breiten Themenspektrum von Netzpolitik über Medien bis hin zu Kultur und Bildung.
 
Wir freuen uns auf spannende Vorträge, Diskussionen und jede Menge Netzwerken.
Wer nicht selbst vor Ort ist, aber dennoch nichts verpassen möchte, der folgt dem Hashtag #rp15 auf Twitter.

4 REAL & TRUE 2
Wim Wenders. Landschaften. Photographien.

Der als Filmemacher bekannt gewordene Wim Wenders bekennt, dass „Filme machen“ nur die eine Hälfte seines Lebens ist. Die andere Hälfte ist die photografische Arbeit.
Seit Jahrzehnten entstehen seine Photographien  – er legt Wert auf diese Schreibweise – von einsamen, teilweise skurril wirkenden Orten und Landschaften.
Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf zeigt anlässlich seines 70. Geburtstages noch bis zum 16. August 2015 eine Auswahl von großformatigen Fotografien, die alle analog, ohne Kunstlicht und ohne Stativ entstanden sind. Die Ausstellung zeigt seine frühen schwarz-weiß-Fotografien und reicht hin bis zu aktuellen Aufnahmen, die erst im letzten Jahr entstanden sind.

Olafur Eliasson in der Langenfoundation

Bis zum 18. Oktober werden in der Langenfoundation in Neuss Werke von Olafur Eliasson aus der Sammlung Boros, mit rund vierzig Werken eine der umfangreichsten Sammlungen Eliassons weltweit, gezeigt. In der gradlinigen und lichten Architektur von Tadao Ando werden eine Auswahl von Rauminstallationen, Fotografien und Objekten gezeigt. Christian Boros war bei der Eröffnung sichtbar bewegt. Er erklärte, „Sammeln heißt, Kunst zu besitzen auch ohne Platz in den eigenen Räumen zu haben, um sie auszustellen und anzuschauen.“ Die bereits 1999 entstandene Installation „Room for all colours“, die den markanten, langgestreckten Rampenraum der Langen Foundation in einen Ort der körperlichen und emotionalen Erfahrung verwandelt, sieht er hier zum ersten Mal ausgestellt.

Verteufelt und geliebt

Vom 25. April bis 5. Juli widmet sich die Ausstellung Hamster – Hipster – Handy. Im Bann Mobiltelefonsdes im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt a. M. dem Handy und seinen Auswirkungen auf Bereiche wie Alltag, Umwelt, Überwachung.
Um die Jahrhundertwende teils „verflucht“ als Objekt mit möglicherweise schädlichen Auswirkungen auf das menschliche Gehirn, ist das Handy beim bejahenden Konsument des 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Das Smartphone, das eine Vielzahl an Funktionen in einem Objekt vereint und andere Dinge wie Fotoapparate, Stadtpläne, Kalender und weiteres nutz- und wertlos macht, bestimmt heute wesentliche Bereiche unseres Seins und Tuns. Mit Beispielen aus Design, Medien, Film und Gegenwartskunst bietet diese Ausstellung eine beeindruckende Reise visueller Art durch den Kosmos des Kultur- und Konsumgegenstands Mobiltelefon.

Vier Männer im Nebel

Wer gerne typisch britischen Humor mit bösen Witzen und absurden Szenen mag, sollte sich Vier Männer im Nebel im Düsseldorfer Schauspielhaus anschauen.
Bei einer Team-Building-Übung kentert das Boot von Neville, Angus, Roy und Gordon, die alle im mittleren Management ihres Unternehmens tätig sind. Mit letzter Mühe retten sie sich auf eine menschenleere Insel. Schutzlos, ohne Essen und Hoffnung auf Rettung schwindet die Harmonie zwischen dem ängstlichen Angus, dem zynischen Gordon, dem religiösen Roy und dem eigentlich ausgleichenden Neville rapide. Die Insel wird zum Austragungsort unerbittlicher Konkurrenz-Kämpfe, bitterböser Nabelschau und groteskem Seelen-Striptease. Beste Unterhaltung am Rande des Wahnsinns!
Niehaus Knüwer inside
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Cosima goes Trier

Im Sommer wird Cosima Hüsken bei uns ihre Ausbildung zur Mediengestalterin – sicherlich erfolgreich – beenden. Wir hätten sie gern übernommen, aber wenn die große weite Designwelt ruft, müssen wir uns geschlagen geben. Cosima beginnt im Winter-Semester ihr Kommunikationsdesign-Studium an der Hochschule Trier. Die Aufnahmeprüfung hat sie bereits bestanden. Herzlichen Glückwunsch Cosima und ganz viel Spaß und Erfolg in Deutschlands ältester Stadt.

Herzlich willkommen

Sabine Zimmermann unterstützt unser Team als Account Manager. Die Werbekauffrau und Social Media Managerin war zuletzt bei TR Advertising für das zuverlässige Projektmanagement von Kunden wie Keramag und die Sparkasse Münsterland Ost verantwortlich. Wer mehr über sie erfahren möchte liest einfach ihr blog.

Das Schaufenster zur CeBIT

Die CeBIT ist für unseren Kunden Secusmart das wichtigste Event des Jahres. Denn hier werden (Produkt-)Neuheiten als Weltpremiere präsentiert. Dieses Jahr ist Secusmart außerdem mit einem neuen Messestandkonzept erschienen, welches das Thema „Shop/Manufaktur“ aufgegriffen hat. Wir haben für den Messestand die Konzeption und Gestaltung der Schaufenster und aller weiteren Kommunikationsflächen übernommen, sowie einen Imageclip für die große LED-Wand produziert. In unterschiedlich großen Schaufenstern wurden neben dem Messehighlight SecuTABLET, dessen Darstellung im Schaufenster bei der Presse ein begehrtes Motiv war, alle weiteren wichtigen Lösungen/Produkte des Unternehmens visualisiert, wobei bei der Ideenentwicklung und visuellen Umsetzung die von uns entwickelte Schutzschild-Kampagne besondere Berücksichtigung fand.

Bildschön leben am Rhein

Am Rheinufer in Düsseldorf Heerdt entsteht ein Bauprojekt von Corpus Sireo. Die Entwicklung der Markenstory, des Namens, des Corporate-Designs und der Vermarktungsunterlagen sowie die Homepage wurden uns übertragen. Nach der Standort- und Zielgruppenanalyse stellten wir fest, dass der Ort uns die perfekte Markenstory für die in Frage kommenden Zielgruppen bietet. In unmittelbarer Nähe des mit sieben Punkthäusern entstehenden Wohnbauprojekts stellte Andreas Gursky im Jahr 1999 seine Kamera auf und fotografierte eine Serie von sechs Bildern des Rheins. Das Bild Rhein II wurde im Jahr 2011 auf einer Auktion von Christies für den Preis von 3,1 Millionen Euro versteigert – und damit zeitweise zur teuersten Fotografie der Welt.
Das Neubauprojekt Rhein VII ist das mit Leben gefüllte Bild. Das Exposé und die Homepage assoziieren einen Rundgang durch eine Galerie.

Lesestoff zum Muttertag

Am 10. Mai erscheint zum zweiten Mal die Luxus- und Lifestyle-Beilage NRWselect in der Welt am Sonntag. In vier Regionalausgaben in NRW (Düsseldorf, Köln, Ruhrgebiet, Westfalen) dürfen sich die Leser wieder auf einen bunten Themenmix aus den Bereichen Design, Lifestyle und Stadtleben freuen. Gemeinsam mit der WELT am SONNTAG NRW und der Lifestyle Agentur textschwester haben wir uns den Anspruch gesetzt, sowohl inhaltlich als auch optisch ein besonders und hochwertiges Lesevergnügen zu bieten. Wer kein WAMS-Abo hat, sollte am Sonntag zum Kiosk. Mama freut sich, wenn sie das Heft mit dem Frühstück serviert bekommt.
Was bewegt Ursula Wißborn
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Diagnose Demenz? Zeit schenken!

Bislang habe ich keine persönliche Berührung mit Demenz; kein Angehöriger, der von Demenz betroffen ist oder war. Ob ich das mit Sicherheit weiß? Früher war „die Tante“ oder „der Opa“ vergesslich, wunderlich, seltsam. War das Demenz?
Demenz, lat. „dementia“ bedeutet „unvernünftig“,  „mens“ heißt „Verstand“, und „de“ besagt u.a. „abnehmend“. Wie macht sich Demenz bemerkbar?
Der Betroffene hat Defizite bei seinen kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Das Kurzzeitgedächtnis wird beeinträchtigt, das Denkvermögen, die Sprache, die Motorik und auch die Persönlichkeitsstruktur können betroffen sein. In Deutschland leben bis zu 1,5 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Und bis 2050 soll sich die Zahl verdoppeln, primär, weil unsere Gesellschaft immer älter wird.
Das sind immense Zahlen, die nachdenklich machen. Was bedeutet Demenz für den Betroffenen? Was bedeutet die Diagnose für die Angehörigen? Und wie sieht die Betreuung im Pflegeheim für demenziell erkrankte Menschen aus?
Im Rahmen der Kooperation unserer Stiftung mit der Diakonie Düsseldorf habe ich mich erstmalig intensiver mit dem Thema auseinander gesetzt. Beeindruckt bin ich vom Fachpersonal in den Pflegeheimen: Die tägliche Arbeit mit alten Menschen mit und ohne Demenz ist – neben der täglichen Pflege – gekennzeichnet von viel Einfühlungsvermögen – auch für Angehörige – die ihre Lieben zu Hause nicht (mehr) betreuen können. Aber hat man selbst ausreichend Zeit für Besuche und Gespräche mit seinem Angehörigen, der sich mit der Zeit vielleicht nicht mehr an mich erinnert? Sorgt einen ständig das schlechte Gewissen?
Für mich wäre es sehr beruhigend zu wissen, wenn mein Angehöriger von einem Menschen besucht würde, der ihm zusätzlich Zeit schenkt. Auch wenn die Person ein Fremder ist? Ja! Unbedingt, besonders, seit ich weiß, wie intensiv die ehrenamtlichen Hospizbegleiter und -begleiterinnen der Diakonie ausgebildet werden und ich zwei von Ihnen persönlich kennengelernt habe.
In 120 Unterrichtsstunden setzen sich die Ehrenamtlichen mit Fragen zu Leben und Tod, Ethik und Glauben auseinander. Sie lernen, Gespräche mit älteren und demenziell erkrankten Menschen zu führen und sie zu begleiten – auch bis zur letzten Stunde. Auch lernen sie, nach dem Tod eines betreuten Menschen Ansprechpartner für die Angehörigen zu sein und sich aber auch selbst zu schützen und abzugrenzen.
Die zwei Ehrenamtlichen, die ich getroffen habe, sind bereits „im Einsatz“ und haben auch schon Menschen in ihrer letzten Stunde begleitet. Ihre Persönlichkeit, ihre Stärke und ihr Einsatz haben mich sehr beeindruckt.
Wie sieht die Praxis der Ehrenamtlichen aus: Einmal in der Woche für ein paar Stunden einen Menschen besuchen, ein Gespräch führen, etwas vorlesen, aber auch einfach mal nur die Hand halten.
Und wenn das Ende naht? Die meisten Menschen möchten in ihren letzten Stunden nicht alleine sein, denn Alleinsein macht den meisten Menschen Angst. Beim Sterben nicht alleine sein – das würde ich mir auch für mich wünschen. Daher gilt mein voller Respekt allen ehrenamtlichen Hospizbegleitern und ich wäre sehr glücklich, wenn sich noch viele Menschen für dieses Ehrenamt entscheiden würden.
© 2015 Niehaus Knüwer and friends GmbH Werbeagentur

www.niehausknuewer.de


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