Niehaus Knüwer and friends entdeckt für Sie Themen, Trends und Tipps rund um
Marken, Menschen und Märkte in einer venetzten Welt.
Im Juni: Moderne Spießer, Ronaldo und noch einmal, aber besser!
Was wir gerade lesen
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„Stell Dir mal vor: Rauh-fa-ser-ta-pe-te!“

Was ist spießig? Gartenzwerge, Wackeldackel, Häkelgardinen, Kleingartenanlagen, Klorollenmützen … ja richtig – aber das ist längst nicht alles. Wer genau wissen möchte, was spießig ist, kauft sich idealerweise von dem durch Mülltrennung gesparten Geld, Der moderne Spießer. In der Jack-Wolfskin-Jacke radelt der Spießer unserer Tage zum Bio-Markt und seine Lieblingslektüre ist der Manufaktum-Katalog. Er will das Gesunde, das Gute und Bewährte. Er hat herausgefunden, dass das Hinterland Mallorcas wirklich schöne Ecken hat, dass man Filme unbedingt im Originalton sehen muss, wo er war, als Prinzessin Diana starb und jetzt kommt es: dass Mülltrennung sogar Geld spart.
„Der moderne Spießer“ ist eine Sammlung überraschender und demaskierender Bonmots und spitzfindiger Illustrationen. Sehr amüsant. Doch – ups – haben wir uns nicht auch schon über das Englisch des Zugbegleiters mokiert und erkannt, dass Aldi-Champagner gar nicht schlecht ist? Jetzt ist es raus – wir sind total spießig.

Gläsern und unter Kontrolle

Wer mit dem spannenden Stromausfallszenario „Blackout“ Nächte durchgelesen hat, darf sich freuen. Bestsellerautor Marc Elsberg hat sich mit Zero – Sie wissen, was du tust dem Thema Big-Data gewidmet und wieder einen Thriller mit viel Realitätsbezug geschrieben, der uns aufschrecken lässt. Was mit den gesammelten Daten von Google, Facebook, Telekommunikationsunternehmen, Banken oder Supermärkten passiert, können wir uns zwar wage vorstellen, aber wie gläsern wir durch die Datensammlung werden, ist uns nicht unbedingt bewusst. Doch sie wissen, wer wir sind, wo wir sind und was wir als nächstes tun. Die Romanfigur, Journalistin Cynthia Bonsant, stößt bei der Recherche zum Tod eines Jungen, der bei einer Verfolgungsjagd erschossen wurde, auf die Internetplattform Freemee, die Millionen von Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg verspricht. Nur einer warnt vor der Plattform: Zero, der meist gesuchte Online-Aktivist der Welt. Bei ihrer Recherche wird die Journalistin zur Gejagten und lässt uns nicht nur einmal einen Schauer über den Rücken jagen. Lange Nächte, ihr könnt kommen.
Was uns zum Denken anregt
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Weil Datenschutz und Sicherheit es mir wert sind?

Mit seiner Rede „Zur Lage der Nation“ auf Deutschlands größter Netz- und Gesellschaftskonferenz re:publica in Berlin hat sich Sascha Lobo über das steigende Desinteresse am NSA-Skandal und damit dem geringen bis gar fehlenden – vor allem finanziellen – Engagement für den Datenschutz im Internet bei der lauschenden Netzgemeinde beschwert. Berechtigt oder nicht?

News verlieren nun mal mit der Zeit ihren Neuigkeitswert und Themen, die in den Medien rauf und runter diskutiert werden, fangen irgendwann an zu nerven – so wie aktuell alles rund um den NSA-Skandal. Die Öffentlichkeit wurde zwar, was das Thema Daten- und Abhörsicherheit angeht, sensibilisiert, doch hat sich wirklich etwas geändert nach der großen Empörung? Wer kann schon von sich persönlich behaupten, Konsequenzen aus diesem Abhörskandal und den Angriffen auf das Netz gezogen zu haben? Verhält man sich nun wirklich anders im Netz? Hat man Vereine, die sich für Bürgerrechte und Verbraucherschutz hinsichtlich der Netzpolitik engagieren, (finanziell) unterstützt? Wie so oft eschauffiert man sich am Anfang, wie so ein Skandal überhaupt möglich sei und nimmt sich gleich mehrere Maßnahmen vor, sein eigenes Verhalten zu ändern. Doch wirklich in die Tat wird davon oft nichts oder zu wenig umgesetzt und andere alltägliche Themen holen einen schneller wieder ein, als einem manchmal lieb ist. Also vielleicht doch noch einmal in sich gehen und sich fragen: „Wie viel ist mir eigentlich die sichere Nutzung des Internets wert?“. Sascha Lobos Rede wird zwar kontrovers in der Netzgemeinde diskutiert, hat aber dahingehend ihren Zweck erfüllt, dass das Thema Datensicherheit/-schutz wieder in den Fokus gerückt wurde und dadurch deutlich mehr Spenden an netzpolitische Lobby-Vereine eingegangen sind als direkt nach den Snowden-Enthüllungen. Also eine gelungene Werbung für die Internet-Lobby.

Feel Good

Haben Sie auch immer mehr Veganer in Ihrem Bekanntenkreis? Der Vegetarier wird direkt übersprungen und der eben noch fröhlich Rinderhüfte-grillende-Freund wird zum Tofuspezialisten. Meistens sind sie dann noch „Vegan light“ oder „Flexiganer“, essen hin und wieder ein Ei oder trinken den Kaffee mit Milch und tragen Lederschuhe, Wollsakkos oder Seidenblusen und schlafen unter luftigen Daunenplümmos. Aber auch dafür gibt es bald keine Ausreden mehr. Denn neben den unzähligen Lebensmittelanbietern hat auch die Modebranche den Trend für sich entdeckt.
Das Berliner Modelabel Umasan zum Beispiel will dem gehobenen Anspruch der Healthstyle-Generation gerecht werden und verwendet nach eigenen Angaben ausschließlich ökologisch und nachhaltig produzierte, pflanzliche Materialien. Protein-Fasern, Bambus, Sojaseide, Algen oder auch nachwachsendes Buchenholz sind die Materialien jener Veganer, die wirklich komplett auf tierische Produkte verzichten wollen. Neben ethischen Aspekten haben die Materialien einige Vorteile zu bieten, die ein Chemielabor nicht besser erfinden könnte: so sollen sie antibakteriell und fungal, kühlend oder wärmend, hypoallergen oder durch Zusätze wie Zink hautpflegend sein. Umasan ist die Weltanschauung der beiden Gründerinnen, den Zwillingen Anja und Sandra Umann, die vor der Gründung ihres Labels, als Modedesignerin für Wunderkind oder Yamamoto bzw. als Fotografin für Vogue, Gala und Bunte gearbeitet haben. Ihre Marke ist ihr Ausdruck von Ästhetik, Nachhaltigkeit, veganer Lebensform und Achtsamkeit. Mode als Konzept und Werthaltung. Neben der Massenware, die mit viel Chemie gefärbt und gegerbt und unter humanitär mehr als bedenkenswerten Umständen billig in Fernost produziert wird, geht hier ein Konzept in die richtige Richtung, finden wir. Neben dem Grillgemüse schauen wir demnächst auch verstärkt nach nachhaltiger Mode.
Wo wir gerne hinsurfen
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XQ1456vfL oder wie war noch mal das Passwort?

Na, kennen Sie all Ihre Passwörter auswendig? Onlineshopping, Online-Banking, E-Mails checken, Arbeitsplatz Log-in. Täglich müssen wir einige Pins und Passwörter parat haben. Am besten übrigens unterschiedliche und wechselnde, mit Sonderzeichen und Zahlen.

Um Herr der Passwort-Flut zu bleiben, helfen sich manche mit Zetteln in Portemonnaies oder Post-Its am Computerbildschirm. Das ist aber wirklich nicht die sicherste Variante, um den Überblick zu behalten. Eine bessere und einfachere Alternative: die App Ipin! Mit einem State-of-The-Art-Verschlüsselungsalgorithmus sind die privaten Daten vor dem Zugriff Dritter – selbst bei Diebstahl – geschützt und alle Pins und Passwörter sind immer griffbereit.

Gib mir ein A

Wir lieben nordisches Design, darum stöbern wir gern auf den Seiten von LYS Vintage. Die Inhaberin Simone Sauvigny hat sich auf skandinavische Designklassiker aus den 1950er und 1960er Jahren spezialisiert und kombiniert sie mit Produkten handverlesener junger Designer aus Europa.

Neu im online Shop sind die großen beleuchteten Metallbuchstaben, hergestellt von Seletti in Italien. Die Glühbirnen sehen altmodisch aus, allerdings verbirgt sich dahinter modernste LED Technik. Somit kostet die Dauerbeleuchtung dank Energieeffizienz dann auch kein Vermögen. So ein Buchstabe bringt gleich eine besondere Stimmung in die Wohnung oder das Büro. Die 60cm hohen Buchstaben kosten 329,00 Euro, darum wird aus ganzen Worten wie „LOVE“ oder „HELLO“ wohl erst mal nichts, aber ein „A“ für den Anfang wäre toll.

Ich bin Ronaldo!

Ronaldo, Rooney, Messi und Neymar. Die Fußballstars sind in aller Munde, gerade jetzt vor dem WM-Start in Brasilien. Und als Kind wollte doch jeder mal in die Haut seiner Vorbilder schlüpfen. Nike macht mit diesem Spot Kindheitsträume wahr, denn in diesem Kurzfilm sind den Wünschen der Spieler keine Grenzen gesetzt.

FIFA WM Brasilien 2014

Nur noch wenige Tage! 12. Juni bis 13. Juli. Vier Wochen Fußball pur – und Deutschland wird Weltmeister! Ganz egal, wem Sie die Daumen drücken, wir hoffen, dass die anstehende FIFA WM ein Fußballfest wird. Um den Überblick zu behalten, gibt es hier einen übersichtlichen Spielplan mit ständig aktualisierten Tabellen.
Wo wir auftanken
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Die coolste Stadt der Welt

Sorry Berlin, Du bist nicht mehr die coolste Stadt der Welt*. Das ist nämlich jetzt Istanbul und wer im House Hotel Bosphorus im hippen Stadtteil Ortaköy logiert, weiß auch warum. Nirgendwo sonst treffen Orient und Okzident so unmittelbar aufeinander und feiern den lässigen Mix aus Vintage und Moderne, ein Eklektizismus, der weltweit seinesgleichen sucht.

Nach der sehr erfolgreichen Etablierung von heute insgesamt 12 House Cafés entwickelten Canan Özdemir und Ferit Baltacıo den ambitionierten Plan einer House Hotelkette. Mit Hilfe von Private Equity und dem hochdekorierten Istanbuler Designstudio Autoban wurde 2010 das erste House Hotel Galatasaray in einem historischen Apartementhaus eröffnet und gleich zum Liebling der Mode-, Werbe- und Medienleute. In das „House Hotel Bosphorus“, für das ein Neo-Renaissance-Bau von 1863 umgebaut wurde, möchten wir am liebsten sofort einziehen und einfach nur immerzu auf den Strom schauen, der die Ägäis über das Marmarameer mit dem schwarzen Meer verbindet. Aber auch für ein Businessmeeting oder ein Fotoshooting bietet sich hier eine einzigartige Location. Noch ein Argument: Die besten Clubs der Stadt liegen in unmittelbarer Nähe am Ufer des Bosporus, Dancefloor unterm Halbmond inklusive. Einfach abhotten und ins coolste Hotelbett der Stadt fallen. Kunden, die Lust auf produktive Tage in Istanbul haben, bitte melden!

*Das meint „Der Tagesspiegel“ im Mai 2014: „Berlin verliert seinen unfertigen Charme – und fällt im Rating der Trendsetter zurück. Die Berliner Szene ist inzwischen alarmiert und verunsichert. (…) Die Coolness ist weg. Au weia! Trendschnüffler des Musikmagazins Rolling Stone haben festgestellt, dass das Berghain, einst als bester Club der Welt gerühmt, von Touristen auf der Suche nach dem Berghain-Feeling überrannt wird. Wobei das Feeling natürlich abhanden kommt. Die New York Times bemerkte, dass Berlin sich manchmal schon anfühle wie Brooklyn. Das schmerzt!“

Prenez place, s’il vous plaît

Paris – die Sonne brennt, die Füße qualmen. Die Stadt der Liebe ist sooooo schön und man kann sich gar nicht satt sehen. Wie herrlich ist es dann, sich während der Sightseeingtour auf bequemen Bänken über der Stadt mit einem Blick von Sacre Coeur bis zum Arc de Triumph auszuruhen und die Ruhe zu genießen.

Und das alles im Herzen der Stadt, im achten Stockwerk der Galeries Lafayette (die auch ohne Dachterrasse sehenswert ist) oder direkt nebenan in der neunten Etage des Printemps Maison mit einem Café im Innen- und Außenbereich. Der Tipp ist zwar nicht neu, aber neu war uns, wie herrlich leer und erholsam diese Oasen in der Stadt sind. Magnifique!
Termine, die wir nicht verpassen
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Online. Mobile. Social.

Den Jahreskongress Digital Marketing 2014 am 1. und 2. Juli in Köln verpassen wir auf keinen Fall!

Unter dem Motto „Online. Mobile. Social – Marketing-Excellence im digitalen Zeitalter“ freuen wir uns auf spannende Vorträge zu aktuellen und zukünftigen Themen aus den Bereichen Crossmediale Markenführung, SEO, Content Marketing und Mobile Websites und vielem mehr. Parallel zum Jahreskongress findet die begleitende Fachausstellung „Digital Marketing 2014“ statt.

Noch einmal, aber besser

Scheidungskrieg, ein Unfall und Amnesie, man bekommt eine zweite Chance und könnte alles besser machen, würden nicht zwei konkurrierende Anwälte immer wieder dazwischen funken ...

Das Theater an der Kö in Düsseldorf zeigt bis zum 13. Juli Noch einmal, aber besser von Michael Engler. Die schwungvolle, zart-böse Komödie zeigt rasante, taktische Spiele und stellt die Frage, was wir tun würden, wenn wir die Chance bekämen, unser Leben mit dem Wissen und der Erfahrung von heute noch einmal zu leben.
Der selbstverliebte Erfolgsautor Thomas steckt gerade mitten in einem Scheidungskrieg, als ein Unfall plötzlich alles ändert. Dies bietet ihm die Chance, seine Ehefrau Vera noch einmal für sich zu gewinnen. Wären da nicht eine ehrgeizige Jung-Anwältin und ein nicht minder ehrgeiziger Anwalt und Freund des Hauses. Die beiden versagen nämlich als moralische Instanz und führen aus reinem Imponiergehabe eine Schlacht, bei der Vera und Thomas als Bauernopfer herhalten müssen. Das führt zu etlichen komischen Situationen, schnellen Wendungen und genialen, aber wackeligen juristischen Konstrukten. Übrigens: Das Stück ist fußballfreundlich getimet und vor 22 Uhr zu Ende. Also erst ein paar unterhaltsame Fouls auf der Bühne genießen, anschließend beim Public Viewing in der Düsseldorfer Altstadt die taktischen Schwalben auf dem Rasen entdecken!

Über den Sinn des Daseins und das Elend der Realität

„Evidence“ heißt die weltweit größte Ausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, die bis zum 7. Juli im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen ist. Viele der Werke und Installationen sind eigens für die 3.000 Quadratmeter umfassende Ausstellungsfläche geschaffen worden.

Ai Weiwei durfte erwartungsgemäß nicht zur Ausstellungseröffnung nach Deutschland reisen. Nach einem Gefängnisaufenthalt steht der Regierungskritiker unter Hausarrest. Viele seiner Arbeiten beschäftigen sich mit der politischen Situation Chinas. „Evidence“ – Beweis, zeugt dann auch von dem Druck, den die chinesische Führung auf ihn ausübt. Seine damalige Gefängniszelle, in der er 2011 an einem unbekannten Ort für 81 Tage festgehalten wurde, ist originalgetreu nachgebildet und kann in kleinen Gruppen besichtigt werden. Albtraumhaft schildert Ai Weiwei in einem begleitenden Video seine Zeit in der Gefangenschaft. In China selbst wird der Künstler von KollegInnen auch kritisch gesehen. Zu populär und oberflächlich scheint sein Werk. In Deutschland wurde dagegen das Kulturestablishment kritisiert, das sich in der Ausstellung so herrlich gruseln kann und die Zustände im weit entfernten China, gemütlich bei Rotwein und Latte Macchiato, bejammert. Wir fanden Ai Weiweis „Evidence“ beeindruckend und viele seiner Bilder und Installationen wirken lange nach.

Design of the year 2014

Schon zum siebten Mal wurde im Londoner Design Museum das beste Design in sieben Kategorien prämiert. Aus den 69 Nominierungen, die alle bis zum 25. August zu sehen sind, stehen jetzt die Best-ofs fest:

Kategorie Architektur: Heydar Aliyev Center in Baku, Aserbaidschan von Zaha Hadid und Patrik Schumacher

Kategorie Digital: Peek (Portable Eye Examintaion Kit) von Dr. Andrew Bastawrous, Stewart Jordan, Dr. Mario Giardini und Dr. Iain Livingstone. Es verwandelt ein Smartphone in ein Gerät mit dem die Augen untersucht werden können.

Kategorie Mode: Prada wurde für die Sommer-Kollektion 2014 prämiert, für die Muccia Prada Pop-Art, Muster in farbenfrohe und kunstvolle Designs verwandelt.

Kategorie Möbel: Pro Family Chair von Konstantin Grcic, der Bewegungen in alle Richtungen erlaubt und gleichzeitig eine gesunde Sitzhaltung unterstützt.

Kategorie Grafikdesign: Drone Shadows von James Bridle, die plötzlich in Großbritannien, der Türkei, USA, Brasilien und anderen Ländern auftauchten und die naturgetreuen Umrisse einer Drohne auf dem Boden abbilden.

Kategorie Produkt: The Seaboard Grand von Roland Lamb und Hong-Yeul Eom. Das Keyboard eines Pianos wurde als Tastatur erfunden, die Handgesten übersetzt.

Kategorie Transport: Volkswagen mit dem Design des XL1 CAR, dem welteffizientesten Auto (nur 8.4 PS, in 12.9 Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h).

Am 3. Juni wird dann unter den sieben Gewinnern der Sieger des Design of the year 2014 gekürt. Es wird spannend!
Niehaus Knüwer inside
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Nobody said it’s easy

Es fing ganz harmlos an und hörte dann großartig auf. Harmlos war der Vorschlag: „Sollen wir nicht mal alle im nächsten Jahr beim Metro Group Marathon in der Staffel mitlaufen?“

Nach allen (zum Teil überredeten, erpressten und bestochenen) Zusagen begann das Training im Hofgarten. Kilometer für Kilometer haben wir unseren geschundenen Körpern abgerungen, einige von uns sind noch nie gelaufen! Die Stimmung schwankte zwischen Begeisterung „Super, es klappt!“ und Panik „Das schaffe ich nie!“. Erbarmungslos und unaufhaltsam kam der 27. April näher. Als es dann soweit war, war die Stimmung unglaublich. Düsseldorf war autofrei und statt neuester Mode sah man nur noch Funktionskleidung. Unsere Shirts hatten Sprüche wie „Bitte nicht schubsen!“, „Umdrehen lohnt sich jetzt auch nicht mehr“ oder „Don’t stop me now“. Und zu bremsen waren wir dann auch nicht mehr.

I’m just a poor boy, nobody loves me!

Am Mittwoch kommen Twitter-Nutzerin @_shamani Zweifel: „Ernähre mich seit zwei Tagen von Likies und Bratwurst. Weiß nicht, ob diese Ernährungsumstellung empfehlenswert ist.“ Doch sie war nicht die Einzige der 6.200 Teilnehmer der re:publica, Deutschlands größter Internetkonferenz, die ihre Liebe zu Keksen des Verdener Familienunternehmens Hans Freitag entdeckte.

Unsere Partnerberatung kpunktnull hatte für die Keksfabrik eine Strategie ausgearbeitet, um Blogger, Netzaktivisten und Medienmacher für Likies zu begeistern, einem Daumen-Hoch-Keks, der manchen an einen gewissen Daumen eines gewissen Social Network erinnert. Jeder Konferenztüte der re:publica lag eine Packung Likies bei und dazu eine Postkarte mit einem Motiv, das nur regelmäßigen Besuchern der Konferenz oder Internet-Vielnutzern etwas sagte. So dokumentierte Hans Freitag, dessen Unternehmensblog bereits den Deutschen Preis für Onlinekommunikation erhielt, seine Nähe zur Szene der digitalen Multiplikatoren. Beispielsweise verkündete eine der Karten „Trending: Innenhof“ – der Ort, an dem sich die re:publicaner in Pausen versammeln. Eine andere lobte halb ironisch „Das ist so Mai 2014“, eine andere fragte „Hast Du mal das Wlan-Passwort?“. Gleich eine Hand voll Motive zitierte Queens’ Song „Bohemian Raphsody“ – denn mit dem wird die re:publica tradtionell beendet, gemeinsam gesungen von Organisatoren und Besuchern.

Es freut uns, dass die Kombination aus Keksen und Karten, deren Gestaltung uns viel Spaß bereitet hat, für derart viel Gesprächsstoff im Social Web sorgte. „Das schönste Sponsorengimmick haben alle Teilnehmer in ihren Kongresstaschen: eine Packung Kekse in Form von Facebook-Like-Daumen“, schrieb zum Beispiel die „tageszeitung“. Spiegel Online postete auf seiner Facebook-Seite ein Bild der Likies und bei der finalen Schlussrede rechnete re:publica Mitbegründer Johnny Haeusler vor, dass 324.684 Likies während der drei Tage verfuttert wurden. Das Social Media Monitoring von kpunktnull warf am Ende eine sensationelle Zahl aus: Über alle Kanäle hat Hans Freitag fast eine Million Bruttokontakte erreicht – und das mit einer Aktion, die weniger als 15.000 Euro gekostet hat.

Hier alle Postkartenmotive als Download.

Der Startschuss ist gefallen

Die drupa, No.1 for print and crossmedia solutions, launchte ihre, von uns entwickelte Kommunikationslinie zur interpack.

Mit unserem Partner, der Digitalberatung kpunktnull, konnten wir uns mit einer integrierten Multichannelkampagne im Pitch gegen vier andere Agenturen durchsetzen. Unsere Markenwertanalyse ergab, dass die drupa für Innovation, Digitalisierung, Vernetzung, Integration, Vielfältigkeit, Emotion und Faszination steht. Sie bietet mehr als Druckmaschinen und ist bei weitem mehr als die Nabelschau der Branche. Emotionen spielen eine große Rolle. Besucher und Aussteller haben schon immer eine starke emotionale Bindung zur drupa, die drupa-community wird gelebt. Aus diesen Gründen benötigt die drupa eine maßgeschneiderte Kampagne, die bestehende Markenwerte betont und gleichzeitig den Aufbruch und die neuen Ansätze des Konzepts überzeugend vermittelt. Hier wird Zukunft gezeigt, hier entsteht Zukunft – und das für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Neben Printexperten sind dies zum Beispiel Designer, Verpackungsentscheider, Experten aus Forschung und Entwicklung, Einkäufer aus Verlagen oder Agenturen oder auch IT-Experten. Wichtig war uns, die besondere Emotionalität der drupa zu verstärken und dadurch die Menschen zu erreichen. Deshalb haben wir ganz bewusst auch im b2b-Segment auf Emotionalität gesetzt. Wir gehen den Weg über das Herz ins Hirn. Der neue Slogan „touch the future“ wird darum mit einem starken Key-Visual übersetzt, das die Innovationsstärke der Branche und der drupa als Leitmesse betont und gleichzeitig die Zukunftsorientierung und den Aufbruch in eine neue Zeit darstellt.

Die drupa 2016 wird ihr Leistungsspektrum nicht nur in klassischen Printmedien, Broschüren für potenzielle Aussteller- und Besucherzielgruppen, sowie in einer breit angelegten, internationalen Fachbesucher-Kampagne zeigen, sondern auch in einem Imagefilm, der in der gesamten Kommunikation eingesetzt wird. Das eine druckt, das andere wird bedruckt. In unserem Film wollen wir die Herzen berühren und die Faszination der drupa zeigen. Mit emotionalen Bildern unterlegt, mit ebensolcher Musik beweisen wir: Auf der drupa werden Innovationen anfassbar.

Ebenfalls Bestandteil des Kommunikationskonzepts ist ein visuelles System. Mit dem Highlight-Fächer, in dem die sechs Highlight-Themen der drupa (Print, Packaging Production, Multichannel, Green Printing, 3D Printing und Functional Printing) in unterschiedlichen Farben dargestellt werden, wurde ein System entwickelt, das eine klare Strukturierung ermöglicht und Orientierung bietet. Ein Corporate Design Manual sorgt darüber hinaus dafür, dass die Gestaltungselemente auch von den Ausstellern, den internationalen Repräsentanten und Töchtern der Messe Düsseldorf und allen kooperierenden Partnern stringent eingesetzt werden können.

„Die Entscheidung, die Neupositionierung der drupa 2016 anlässlich der interpack zu präsentieren, war genau richtig. Sowohl Aussteller als auch Besucher haben die Chance genutzt, sich an unserem Informationsstand aus erster Hand über die strategische Neuausrichtung zu informieren. Bereits jetzt, 14 Tage nach dem Start der Online-Anmeldung, haben sich Aussteller aus mehr als 20 Ländern registriert. Bei den Flächenbuchungen nähern wir uns bereits der 10.000er Marke. Besser hätte der Markteintritt der drupa 2016 nicht starten können“, zieht Sabine Geldermann, Director der drupa 2016, erfolgreich Bilanz. Im Rahmen einer digitalen Content-Strategie wird sich die drupa außerdem als globaler Nachrichten-Aggregator und Trend-Filter der Druckbranche aufstellen. Kernstück dieser Strategie ist neben den Aktivitäten im Social Web ein neues, englischsprachiges drupa-Blog, das im Juli online gehen wird.

Welcome Secusmart

Wenn Sie sich wundern, dass wir in dieser Ausgabe unseres Kolumbus vermehrt über Themen, die im Zusammenhang mit Datensicherheit stehen schreiben, finden Sie hier die Auflösung unseres verstärkten Interesses. Seit Mai arbeiten wir für Secusmart, dem führenden Experten für sichere Kommunikation, der zum Beispiel für die Abhörsicherheit des Handys unserer Bundeskanzlerin verantwortlich ist, und lernen täglich dazu, warum verschlüsselte Technologie so richtig und wichtig ist. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und bedanken uns bei Dr. Hans-Christoph Quelle, Geschäftsführer der Secusmart GmbH, für dieses tolle Zitat: „Was wir brauchen sind flexible Partner, die bei einem so öffentlichkeitsstarken und -relevanten Thema, wie dem Abhörschutz, Verständnis für Bedürfnisse und Herausforderungen des Marktes haben. Uns war sehr schnell klar, dass wir dafür bei Niehaus Knüwer and friends an der richtigen Adresse sind. Die hohe Professionalität des Teams kombiniert mit absoluter Begeisterung für die Sache ist für Secusmart schon jetzt der Garant für den gemeinsamen Erfolg.“
Was bewegt Anja Berlien?
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Ich reise sehr gern und freue mich immer besonders, wenn ich nicht nur Sehenswürdigkeiten sehe, sondern auch mit den Menschen in den jeweiligen Ländern ins Gespräch komme. Das geht mal besser und mal schlechter, je nach Sprachkenntnissen. Englisch ist ja bekanntlich eine Weltsprache, aber das Level, auf dem sich die Länder bewegen, ist höchst unterschiedlich. Reist man nach Südeuropa, so können einem junge Menschen begegnen, die gerade ein paar wenige Standardsätze auf Englisch von sich geben können. In Nordeuropa dagegen sprechen viel junge Menschen die Sprache fließend.

Als Erwachsener eine Sprache zu lernen ist schwierig, das haben viele schon aus eigener Erfahrung gelernt. Also muss man vor allem schon Kinder dazu bringen, eine Sprache zu lernen. Unabdingbar ist dabei das Lesen von Büchern in der zu lernenden Sprache. Und hier beginnt unser Leseprogramm:
Meine Partnerin Eva Mateo und ich, haben uns in diesem Zusammenhang die Frage gestellt, wie kann man „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“– Spaß am Lesen zu entwickeln – und das auch noch in einer fremden Sprache? Eva Mateo, die bereits ein Lernprogramm in Spanien für spanische Kinderbücher implementiert hatte, kam auf die Idee, dieses auch in englischer Sprache für englische Kinderbücher zu entwickeln. Und damit hatten wir plötzlich eine weltweite Zielgruppe.

Wir nahmen uns vor, ein englisches Leselernprogramm zu entwickeln, das – egal wo auf der Welt – funktioniert und Kinder zum Lesen und zur englischen Sprache bringt. Die einzige Voraussetzung sollte ein Internetzugang sein und Zugang zu Büchern über Bibliotheken, Privatinitiativen etc.. Preiswert musste es sein und den Kindern Spaß machen. Doch was macht Spaß? Hier war der Wettbewerbsgedanke gefragt. Es musste ein System sein, bei dem Kinder untereinander um die Wette lesen. Klasse gegen Klasse, Schulen untereinander, sogar Städte oder Länder.

Die Lösung war, dass die Kinder ein Buch in ihrem jeweiligen Lese- und Alterslevel lesen und Fragen zu dem Buch beantworten. Dafür gibt es Punkte. Das Punktschema kann als Anreiz und als Grundlage für Belohnungen gesehen werden. Die Lehrer wiederum sehen, was das Kind gelesen und ob es den Inhalt verstanden hat, indem es die Fragen richtig beantwortete. Anmelden kann man sich über den E-Mail-Kontakt auf unserer Webseite und wir richten dann die persönlichen Zugangsdaten für Lehrer und Schüler pro Schule ein.

Nach vielen Diskussionen haben wir es nun geschafft: 650 Kinderbücher sind momentan online – es werden ständig mehr – und die Fragen dazu haben wir entwickelt. Für unter 10 € pro Kind und Jahr haben wir ein attraktives Tool zum Lesen und Lernen geschaffen.

Einen kostenlosen Einstieg in unser Programm ermöglicht unser „Article of the Week“. Jede Woche erscheint ein Artikel über unterschiedliche Themen für unterschiedliche Englischlevel und Alter der Kinder. Den Artikel kann man mit den dazu gehörigen Fragen kostenfrei ausdrucken und im Schulunterricht nutzen.

Wir sind ständig dabei, unser Programm weiter zu optimieren und den Bücherstamm zu vergrößern und wünschen uns, dass Kinder mit unserer Hilfe mehr Spaß am Lesen haben und den Zugang zur englischen Sprache spielerisch erfahren.

Wer Lust hat, kann uns auf Facebook unter „Letsding“ oder auf unserer Internetseite besuchen.
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