Niehaus Knüwer and friends entdeckt für Sie Themen, Trends und Tipps rund um
Marken, Menschen und Märkte in einer venetzten Welt.
Im April: Ohhh, Mhhh, Bow-Wow und der Oskar der Immobilienbranche
Was wir gerade lesen
nach obenNach oben

Appetit auf Violett

Ein Jahr lang hat sich eine Gruppe von koch-, farb- und designbegeisterten Freunden mit Farben und natürlichen Lebensmitteln beschäftigt. Das Ergebnis: 12 Menüs – 12 Farben und 84 Gerichte.

In Kochen nach Farben. 12 Farben – 12 Menüs widmet sich jedes Menü einer einzigen Farbe. Gekocht wird ausschließlich mit natürlichen Zutaten und ohne künstliche Farbstoffe, denn die Natur stellt ausreichend Farbkraft, -vielfalt und vor allem überraschende Aromen zur Verfügung. Jedes Menü besteht aus zwei Vorspeisen, einem Hauptgericht und einem Dessert. Begleitet wird es von drei Getränken in derselben Farbe. Die vielfältigen Gerichte, von selbstgemachten violetten Kartoffelchips mit Brombeeren über Ravioli mit Paprika-Ricotta-Füllung an Zitronenbutter bis hin zum Blaubeertörtchen, versprechen einen unvergesslichen Augen- und Gaumenschmaus. Leckere Zutaten, tolle Food-Fotografien – dieses Buch nimmt einen mit auf eine unvergessliche kulinarische Reise durch den Farbfächer.

Die Granny – vom „Aussterben“ bedroht?

Wie lange mag es sie wohl noch geben – die Granny im Sinne von Twinset, Blumentapete, Gehstock, Regenhaube, Hutsammlung und so weiter. Der bekannte Vogue-Modefotograf Tim Walker setzt genau dieser guten alten Lady mit seinem zweiteiligen Buch ein Denkmal.

Der erste Teil des Buches The Granny Alphabet zeigt vor allem fotografische Porträts der typisch britischen Ladies sowie deren zeitlose Eleganz. Stolz und mit einer großen Portion Selbstironie präsentieren sich die Damen zusammen mit Alltagsgegenständen und Lieblingsdingen wie in Bundfaltenhose und Gesundheitsschuhen oder im Schlafzimmer mit Blumentapete und Orientteppich. Begleitet werden die Fotografien von Versen ganz in britischer Manier – also mit viel schwarzem Humor.

„Wilhelmina is a witch,
Although she doesn’t look it.
Best not offer her your hand,
She’ll chop it off
And cook it.“

Im zweiten Teil des Buches illustriert der Modeillustrator Lawrence Mynott Eigenheiten und typische Accessoires von A wie „adventurous“ – der globetrottenden Oma – bis Z wie „Zzzzzz“ – dem Mittagsschläfchen.
The Granny Alphabet zeigt, wie die alten Ladies entgegen den schnelllebigen Modetrends über die Zeit ihrem Stil ganz treu bleibt. Wie werden wir wohl mit 80 oder 90 Jahren aussehen?

Werkschau aus Tokio

Das Architekturbüro Bow-Wow aus Tokio hat seit den 90er Jahren die Sicht auf Architektur und den Umgang
 mit privaten und öffentlichen Räumen beeinflusst.

Mehr als 40 Wohnhäuser, öffentliche Bauten und Installationen umfasst das Werk von Yoshiharu Tsukamoto und Momoyo Kaijima. Darüber hinaus bilden städtebauliche Analysen und theoretische Schriften einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. A Primer ist Katalog und Darstellung der konzeptionellen Arbeit des Büros in einem. Neben den wichtigsten Arbeiten von Bow-Wow werden die Erfahrungen der Architekten aus fast 20 Jahren Forschung und Praxis aufgezeigt und die von Bow-Wow eingesetzten Werkzeuge erklärt.

Bringing the house home

Mit der Brand-Bibel vom Soho House können wir im Stil der britisch-kosmopolitischen Hotelkette nicht nur schwelgen, sondern ihn auch in unserem Zuhause wahr werden lassen.

Nick Jones hat vor 17 Jahren das erste von inzwischen sieben Häusern gegründet, in denen er viel Wert auf Atmosphäre, gutes Essen und viele liebenswerte Details steckt. In EAT DRINK NAP verrät er uns seine Rezepte und zwar nicht nur die kulinarischen, sondern auch die dekorativen. Auf 300 Seiten schildert er in diesem Bildband etwas von seinem Know-how, z.B. wie man es schafft, dass sich Gäste zu Hause fühlen, wie man Essen kocht, das sie lieben, wie man Räume stylish aber auch einladend gestaltet, wie man eine Party schmeißt bis zur perfekten Beleuchtung. Welcome home, Soho House.
Was uns zum Denken anregt
nach obenNach oben

Mach mich nass

Verpackungen sind längst mehr als reiner Schutz oder dekorative Hülle für den Inhalt.

Sie werden zielgruppenspezifisch, für Männer oder Frauen gestaltet und verleihen dem gleichen Produkt so eine unterschiedliche Aussage, sie können mit Warenwirtschaftssystemen kommunizieren und melden, wenn das Regal leer ist, sie sind beleuchtbar mittels elektrolumineszierender Tinte, oder auch perfekt recyclebar, da essbar. Wenn die Verpackung auch noch den USP des Produktes auf den Punkt bringt ist sie richtig gut. So wie diese von Sony für den wasserfesten Walkman, der in einer Wasserflasche verpackt ist und damit schon von außen beweist, was das Produkt leistet. Verpackungen werden so noch stärker zum Marketinginstrument.

Schneller am schnellsten

Wer sich schneller durch Informationen oder die Bestsellerlisten lesen will, kann in naher Zukunft seine Lesegeschwindigkeit verdoppeln.

Das US-Startup Spritz hat eine App entwickelt, die das normale Leserverhalten extrem beschleunigen soll. Lesen auf Speed sozusagen. Während sich Ihre Augen beim Lesen dieses Textes stetig hin und her bewegen müssen, ist die App so programmiert, dass die Wörter einzeln erscheinen. Zudem sind sie an dem Punkt ausgerichtet und rot markiert, den das Auge sich in einem Wort sucht um seine Bedeutung zu erfassen. Spritz nennt diesen Punkt den „Optimal Recognition Point“. 80% der Zeit, die Sie bis jetzt in diesen Text investiert haben, hat allein die Bewegung Ihrer Augen in Anspruch genommen. Nur 20% hingegen hat Ihr Gehirn für die Verarbeitung der Informationen benötigt. Das soll sich mit der App ändern. 1.000 Wörter pro Minute soll man nach etwas Training mit der App lesen können. Da reicht dann künftig ein Vormittag für die aktuelle Nr. 1 der Spiegel Bestsellerliste. 976 Seiten müssten ca. 270.000 Wörter sein – zack nach 4,5 Stunden ist Frank Schätzings Breaking News gelesen. Wie die Technik funktioniert zeigt das empfehlenswerte Blog Fucking love sience. Ob wir dadurch mehr lesen, den Inhalt genauso gut behalten oder sogar unsere Hirnkapazität erweitern? In ein paar Jahren werden wir es wissen.
Wo wir gerne hinsurfen
nach obenNach oben

Ein Ohhh und ein Mhhh

Die Welt braucht mehr gute Laune dank simpler Ideen. Alles andere gibt es ja schon. Das zumindest glaubt Stefanie Lux und begründet damit ihr Design & Food Blog Ohhhmhhh. Die freie Journalistin bloggt seit 2009 und schreibt für über 6.000 Leser pro Tag über all die Dinge, die unser Leben schöner, leichter, freudiger und leckerer machen.

Montags gibt es immer neue Rezepte, Restaurantempfehlungen und besondere Produkte für Foodlover. Mittwochs ist der Tag für „Easy-Peasy-Do it yourself-Ideen“. Und freitags und zwischendurch gibt es Einblicke in tolle Wohnungen beim „Komm’se rein, die Haustour“. Ein Liebling von Steffi ist das Thema Heiraten. Immerhin hat sie darüber ein ganzes Buch geschrieben: Einfach heiraten! Das Hochzeitsbuch. Alles in allem ein schönes Blog, auf dem wir uns immer mal wieder inspirieren lassen.

Über den Dächern von New York

12 Jahre hat es gedauert, nun ist das One Trade Center fast fertiggestellt. Ganze 541 Meter hoch, errichtet an der Stelle wo einst die Twin Towers des World Trade Center standen.

Hier bekommen Sie einen Eindruck über die unfassbaren Dimensionen des Gebäudes, und der informative Bericht lässt keine weiteren Fragen zu dem Bauwerk offen. Genießen Sie einen Panoramablick, bei dem man sich den Blickwinkel, die Richtung und auch den Zoom einstellen kann. Viel Spaß in bzw. über New York.

Von wegen Hundehütte

Wenn Architekten und Designer auf den Hund kommen, entsteht nichts Alltägliches. Ausgesprochen liebevoll gestaltet sind hier ungewöhnliche, lustige und stylische Mobile homes, interaktive Hundehäuser und Spielplätze.

Nicht nur die animierte Bauanleitung zeigt, wie gebastelt wird, auch die genaue Bauzeichnung zum Download ermöglicht den Erfolg. Das Schwierigste ist die Entscheidung, von welchem Architekten die „Hütte“ sein soll und dann fehlt nur noch der Hund.
Wo wir auftanken
nach obenNach oben

Müsliriegel in der Fleischerei

In Leipzig geht man im Jahr 2014 nicht in Auerbachs Keller, sondern in die Fleischerei. Dort hängen im wunderschönen historischen Ambiente aber keine Würste mehr von der Decke – heute befindet sich dort ein charmantes Bistro.

Die Kuchen, Gebäck, Quiches, Suppen und Paninis sind selbstverständlich hausgemacht und vor allem die Müsliriegel schmecken super! Für den Abend gibt es eine umfangreiche Cocktailkarte und auch ausgewählte Weine und Spirituosen, die man mit Blick auf die beeindruckende restaurierte Ladendecke genießen kann.

Paris et porte-monnaie mon amour

Paris ist nicht nur die meistbesuchte Stadt der Welt, sie ist auch die zweitteuerste. Alle lieben die bekannten Brasserien, das La Coupol, die Brasserie Lipp, das Grand Café und natürlich das Bofinger. Gutes Essen in historischem Ambiente ist leider auch teuer. Mit einer Ausnahme: Das Chez Chartier!

1896 in einem Hinterhaus der 7, rue du Faubourg-Montmartre (9. Arrondissement) eröffnet, befindet es sich in unmittelbarer Nähe der Grands Boulevards. Seit 1989 ist es sogar ein schützenswertes Denkmal (monument historique). Der riesige Raum wirkt mit seiner großen Uhr wie ein Bahnhofswartesaal in einer anderen Zeit. Gepäck kann in den Messingkonstruktionen über den Tischen untergebracht werden. Hier geht es 365 Tage im Jahr laut und quirlig zu. Zum Abendessen empfiehlt es sich möglichst früh zu kommen, sonst steht man in der langen Schlange bis auf die Straße. Aber das Warten lohnt sich in jedem Fall. Aufgetischt wird Hausmannskost zu unschlagbaren Preisen. Vorspeisen wie Entenleber, Schnecken oder Endiviensalat mit Roquefort kosten zwischen 1,80 und 6,80 Euro. Hauptgerichte liegen zwischen 8,50 und 13,50 Euro. Das Tartare de boeuf assaisonné mit Pommes frites für unter 10,00 Euro ist köstlich. Da fällt es leicht, noch einen Käse-Gang für 2,60 Euro oder ein Dessert zu bestellen. Auch die eiskalte Flasche Rosé Wein für 12,00 Euro schmeckt gleich doppelt gut. Zum Abschluss gibt es noch einen Espresso für 1,80 Euro. Während die Rechnung kommt, erfreut man sich an der ganzen Pracht des Art déco, zahlt mit einem Lächeln und überlässt seinen Platz anderen hungrigen Gästen.

Küss die Hand

Wien steht laut Mercer Ranking auf Platz eins der lebenswertesten Städte der Welt (unser schönes Düsseldorf liegt übrigens auf Platz sechs). Das mag zum einen an der Restaurantdichte liegen, zum anderen aber auch an den liebevoll gepflegten kaiserlich und königlichen Ritualen. Der WienTourismus wirbt mit dem Slogan: Wien – jetzt oder nie. Wir finden auch, dass sich immer mal wieder ein Besuch in der österreichischen Donaumetropole lohnt.

Zur Zeit läuft dort die Ausstellung „Böse Dinge“ (siehe unten) und das passende Hotel empfehlen wir hiermit gleich dazu: Das K+K Palais Hotel liegt mitten im 1. Bezirk und stammt aus der Zeit von Franz Josef (wie ja fast alles in Wien). Das denkmalgeschützte Stadtpalais mit seiner imperialen Architektur steht im interessanten Kontrast zur modernen und eleganten Innenausstattung. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar, die Donau fließt fast vorbei und U-Bahn und Straßenbahnstation sind ganz in der Nähe. Toll ist auch, dass der Flughafenbus fünf Minuten vom Hotel entfernt hält und wir ohne Taxi oder Fiaker die Koffer über die Straße zur Rezeption rollen konnten. Je nach Saison sind auch die Preise liebenswert. Wir haben für ein Doppelzimmer inklusive köstlichem Frühstück 120,00 Euro bezahlt. So bleibt auch noch Geld für Schnitzel beim Figlmüller, Tafelspitz im Plachutta und Schnittchen mit Pfiff im Trzesniewski.
Termine, die wir nicht verpassen
nach obenNach oben

Der Impulsgeber für die Verpackungsindustrie

Vom 8.–14. Mai trifft sich auf der interpack in Düsseldorf die gesamte Verpackungsindustrie und zeigt zukunftsweisende Konzepte und technische Innovationen für unterschiedliche Zielgruppen.

Transparenz, Nachhaltigkeit und Inszenierung sind nur einige der Stichpunkte mit denen sich die Aussteller der interpack befassen müssen. Auf keinen Fall verpassen werden wir Halle 9. Hier präsentiert sich die drupa erstmals mit dem von uns entwickelten Konzept. Die Vorfreude steigt!

Die neue Ursuppe

Unser Heimatplanet sollte nicht Erde, sondern Ozean heißen. Das meint die Meeresforscherin Aylvia Alive Earle, denn vor vier Milliarden Jahren brachte der Ur-Ozean aus der von lebenden Organismen wimmelnden Ursuppe die ersten organischen Moleküle hervor.

Das ist lange her und leider hat sich die Zusammensetzung der Ozeane drastisch in Richtung synthetische Moleküle verändert. Beängstigend ist vor allen Dingen der Great Pacific Garbage Patch, ein Plastikstrudel von der Größe Mitteleuropas und Folge jahrelangen gedankenlosen und nicht nachhaltigen Konsumverhaltens. Der Umweltaktivist und Entdecker des Müllmonuments Kapitän Charles Moore stellt fest: Der Ozean hat sich in eine Plastiksuppe verwandelt.
Die türkische Künstlerin Pinar Yoldas stellt angesichts dieser dramatischen Entwicklung in ihrer Ausstellung An Ecosystem of Excess eine sehr einfache Frage: „Welche Lebensformen würde der Urschlamm der Gegenwart hervorbringen, würde das Leben heute in unserem mit Plastik zugemüllten Ozeanen seinen Anfang nehmen?“ Die Antworten von Pinar Yoldas in der Schering Stiftung Berlin sind faszinierend, berührend, magisch. Und erschreckend, denn die Folge dieser Entwicklung wäre ein Leben ohne Menschen. Noch bis zum 4. Mai in Berlin.

Geschmacksverirrungen

Es gibt sie noch, die guten Dinge – so lautet der Claim des Warenhändlers Manufactum. Also gibt es auch die bösen Dinge, für die es aber noch keine eigene Handelsplattform gibt. Dafür aber jetzt eine Ausstellung in Wien, die sich mit Geschmacksverirrungen beschäftigt.

Gibt es Kriterien für guten und schlechten Geschmack? Was macht ein Ding böse, hässlich und gemein? Das Hofimmobiliendepot in Wien zeigt die vom Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin, entwickelte Ausstellung Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks und stellt damit historische und aktuelle Positionen einander gegenüber.
Ausgangspunkt ist die Publikation „Guter und schlechter Geschmack im Kunstgewerbe“ des Kunsthistorikers Gustav E. Pazaurek von 1912. Pazaurek entwickelte damit einen komplexen Kriterienkatalog zum Erfassen von Geschmacksfehlern aller Art. Böse wird demnach ein Gegenstand vor allen Dingen durch schlechte Gestaltung, fehlerhafte Produktion und übler Funktionsfähigkeit. In der Ausstellung „Böse Dinge“ werden duzende Leihgaben aus der Originalsammlung gezeigt, aber auch aktuelle Gestaltungstendenzen untersucht. Heute ist ja fast alles „Design“. Damit wird aber oft nur Massentrash beworben und schlecht gestaltete Onlineshops wimmeln vor „Designer“-Lampen, „Designer“-Brillen und „Design“-Hotels. In der Ausstellung werden auch Objekte gezeigt, denen das Böse nicht unmittelbar anzusehen sind: „Die „Verbrechen“ offenbaren sich nicht in erster Linie in Konstruktion, Material oder Dekor, sondern im Zusammenhang mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Faktoren, die im Vertrieb oder im Herstellungsprozess liegen. Diese neuen „Vergehen“ haben andere Namen: Kinderarbeit, sexistische und rassistische Gestaltung, unfaire Produktionsbedingungen, Umweltverschmutzung.“ So die Macher der Ausstellung Imke Volkers und Renate Flagmeier.
Haben Sie auch böse Dinge Zuhause? Dann haben Sie jetzt die Möglichkeit diese Objekte im Rahmen der Ausstellung in Wien abzugeben. Befreien Sie sich von schlecht gebauten, tückischen, politisch unkorrekten, überdekorierten, gemeinen, bizarren, primitiven oder unzweckmäßigen Dingen. Während der Ausstellung werden all diese bösen Mitbringsel in einem Regal präsentiert und am letzten Tag der Ausstellung für ein soziales Projekt verkauft. So wird aus Bösem am Ende doch noch etwas Gutes.
Niehaus Knüwer inside
nach obenNach oben

Herzlichen Glückwunsch!

Der Kö-Bogen, die Architektur Lifestyleikone von die developer und Daniel Liebeskind hat den Oskar der Immobilienbranche gewonnen.

Er wurde als weltbestes Gebäude auf der größten Immobilienmesse der Welt in Cannes mit dem MIPIM Award ausgezeichnet. Mit Anzeigen in der Immobilienfachpresse im Vorfeld und Flyern haben wir die Besucher der MIPIM zum Wählen aufgefordert. Ob das wirklich nötig war sei dahin gestellt – der Kö-Bogen ist einfach fantastisch!
Was bewegt
Sabine Geldermann?
nach obenNach oben

Nahrungsmittel müssen wieder wertgeschätzt werden

Durch die Auseinandersetzung mit dem zukunftsträchtigen Themenspektrum „packaging production“ bin ich auf das Projekt Ugly Fruits der Designerin Mirim Seo aufmerksam geworden. Und damit auf die Ausmaße von Nahrungsmittelverlusten und -verschwendung.
Hierzu findet am 7. und 8. Mai 2014 der zweite SAVE FOOD Kongress auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt mit dem Highlight des Innovationparc Packaging, einem einzigartigem Markenzeichen der interpack für zukunftsorientierte Sonderthemen. Auch die drupa präsentiert sich zum Thema „touch future packaging production“ auf dieser internationalen Leitmesse.
Jedes Jahr landen weltweit rund 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel auf dem Müll – weil sie aufgrund falscher oder zu langer Lagerung und unzureichender Transportmöglichkeiten verdorben sind oder weil sie den ästhetischen Anforderungen von Handel und Verbrauchern nicht genügen. 
Das ist etwa ein Drittel der gesamten Nahrungsmittelproduktion auf der Welt. Gleichzeitig würde bereits ein Viertel dieser Menge ausreichen, um 870 Millionen Menschen zu ernähren. Und das ist mehr als der gegenwärtig unter Hunger leidende Teil der Weltbevölkerung von 842 Millionen.
Diese Widersprüchlichkeiten hat die koreanische Designerin Mirim Seo zum Anlass genommen, etwas gegen den Verlust von Nahrungsmitteln zu unternehmen und dabei auch die Verbraucher aufzurütteln. Ihr Verpackungsdesign unter dem Motto „Ugly fruit, pretty yummy!“ zeigt das jeweilige Ausgangsprodukt mit genau den Druckstellen und Verfärbungen, die dafür gesorgt haben, dass es im herkömmlichen Lebensmittelgeschäft nicht mehr verkauft werden konnte. Die Säfte, Marmeladen und getrockneten Früchte ihrer Marke „Ugly Fruit“ werden aus Obst und Gemüse produziert, das ihr der Handel aufgrund dieser vermeintlichen Makel spendet. Mit ihrem Verpackungsaufdruck klärt sie die Konsumenten auf, dass Schönheitsfehler nicht im Zusammenhang mit Qualität stehen – und überzeugt sie dabei gleichzeitig mit Frische und hervorragendem Geschmack. Mirim Seo nutzt die Verpackungen also als Informationsträger, um die Verbraucher direkt auf dieses wichtige Problem aufmerksam zu machen und zeigt ihnen damit gleichzeitig, was sie persönlich zu seiner Lösung beitragen können. „Dress to success – Lebensmittelverpackungen dürfen nicht langweilig sein“ heißt ihr Vortrag auf dem zweiten internationalen SAVE FOOD Kongress, in dem sie ihren Best Case präsentiert, der zeigt, wie man durch Verpackungsdruck und -design Aufmerksamkeit erzeugen kann. Neben ihr stellen am 7. und 8. Mai in Düsseldorf noch zahlreiche weitere Redner von Organisationen und aus der Industrie ihre Ansätze vor, um Nahrungsmittelverluste und -verschwendung sinnvoll zu bekämpfen. Die Initiative SAVE FOOD nutzt dabei die interpack, die internationale Leitmesse für Verpackungsbranche und die verwandte Prozessindustrie, als ideale Plattform, um alle Beteiligten der gesamten Nahrungsmittelwertschöpfungskette für geeignete Lösungen zusammenzubringen.
Nahrungsmittelverluste und -verschwendung betreffen nicht nur uns alle, sondern wir alle müssen auch einen Beitrag dazu leisten, sie zu verhindern. Denn es ist höchste Zeit, Nahrungsmitteln als eine unserer wertvollsten Ressourcen wieder die angemessene Wertschätzung entgegenzubringen, die sie auch verdienen.
© 2014 Niehaus Knüwer and friends GmbH Werbeagentur

www.niehausknuewer.de


Das Verwenden von Ausschnitten, Bildern oder Texten ist ohne ausdrückliche Genehmigung der Niehaus Knüwer and friends GmbH verboten. Alle hier verwendeten Marken und Produktnamen sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Inhaber. Irrtümer sind vorbehalten. Niehaus Knüwer and friends übernimmt keine Gewähr. Niehaus Knüwer and friends übernimmt keinerlei Haftung für Folgeschäden, die durch die durch die Nutzung dieses Newsletters entstehen. Es gelten die Bestimmungen und rechtlichen Hinweise in unserem Impressum.

Die aktuelle Gesetzeslage (§ 107 Abs. 2 TKG) setzt voraus, dass Sie unsere Informationen per E-Mail wünschen. Sollten Sie von uns keine weiteren Informationen per E-Mail erhalten wollen, klicken Sie hier oder senden Sie uns eine E-Mail mit dem Wort NEIN im Betreff.



Newsletter kostenlos versenden