Im Februar: Yoga-Gurus, tote Kuh und willkommen in der Neuzeit
Was wir gerade lesen
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Was wir schon immer über Redaktionen wissen wollten

Zwei Dinge setzen Die tote Kuh kommt morgen rein, das Erstlingswerk des Münsteraner Lokalreporters Ralf Heimann, von der Flut humoristischer Romane ab, die Deutschland derzeit überschwemmen: Erstens ist Heimanns Buch wirklich witzig – und zweitens schreibt er nicht die xte Variante der Geschichte vom liebenswerten Volltrottel, der um seine Traumfrau wirbt. Heimann berichtet aus dem Alltag seines Berufs: dem Lokaljournalismus.

Der Wirtschaftsredakteur einer Münsteraner Lokalzeitung wird für ein Jahr als Schwangerschaftsvertretung in eine Außenredaktion verschickt. Er war halt der einzige in der Zentrale, der abkömmlich und mit einem Auto gesegnet war. Und so lernt er jene absurd wirkende Galaxie kennen, die sich um die drei großen Sonnen dreht: Karneval, Schützenfest und Weihnachten. Da geht es um eifersüchtige Wettkampftauben, stundenlange Regelexegesen zur Bestimmung des Schützenkönigs oder Tourismuswerbung nach tagelangem Stromausfall im tiefsten Winter. Manches, was er erlebt, wirkt maßlos übersteigert. Ist es aber nicht! Fragen Sie dazu einfach mal einen Lokalredakteur Ihres Vertrauens. Heimann hat mit der „Toten Kuh“ eine Art „Der Doktor und das liebe Vieh“ im Lokaljournalismus geschaffen – und einen herrlichen Lesespaß.

So machen wir das Beste daraus

In seinem Buch Smarter than you think vertritt Clive Thompson eine These, die deutschen Medien nicht passen dürfte: Das Internet verändert unser Denken – zum Besseren. Dabei ist Thompson nicht irgendwer: Er gehört zu den renommiertesten Technologiejournalisten der USA, schreibt unter anderem für die „New York Times“ und das Innovationsmagazin „Wired“.

Aus den zahlreichen Recherchen der vergangenen 20 Jahre extrahiert Thompson drei Faktoren, die unser Denken positiv verändern: Wir haben so viele Speichermöglichkeiten wie noch nie zuvor, wir vernetzen uns und wir haben die Möglichkeit, unsere Gedanken zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist eine neue Ära des öffentlichen Denkens und der Beschleunigung von Innovation und gesellschaftlicher Entwicklung. So sind Studentinnen und Studenten heute besser alphabetisiert als je zuvor, haben einen höheren Wortschatz und können programmieren. Alles Fähigkeiten, die unsere Welt zum Besseren verändern werden. Thompson nutzt nur selten die Theorie, sein Buch ist prall gefüllt mit Beispielen für seine These. Wer einen Einblick bekommen möchte, kann auch den Auftritt des Autors in der Web-Talkshow Das Digitale Quartett als Einstieg nutzen. „Smarter than you think“ gibt es derzeit nur auf Englisch.

Ein Mann mit unverwechselbarer Handschrift

David Lynch ist der Regisseur, den Cineasten als Meister der Bildsprache kennen und lieben und in dessen Filmen durchaus mal ein Kopf aus dem Fenster kullert. Seine Filme haben Kultcharakter. Seine Fotografien dagegen kennt kaum jemand.

Dabei ist David Lynch seit mehr als 15 Jahren auch als Fotograf tätig. „I love industry. Pipes. I love fluid and smoke. I love man-made things. I like to see people hard at work, and I like to see sludge and man-made waste.“ (David Lynch). The Factory Photographs zeigt seine Faszination für Fabriken, Maschinerien, Schlote und andere düster erscheinende Monumente aus der Industrie, die über viele Jahre seine Motive waren. Ein Sammelsurium surreal magischer Bilderwelten, die eine ähnlich geheimnisvolle Aura haben wie seine Filme.
Was uns zum Denken anregt
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Trends reloaded

Wieder kommt ein erstaunlicher Trend aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Was in den USA schon seit fünf Jahren in aller Munde ist, erreicht jetzt auch uns: Staycation (aus stay: bleiben und vacation: Ferien). „Staycation is a fancy term for spending your time-off at home.“ (Forbes). So fancy, dass sich dieser Trend im Design, in der Psychologie, im Stressmanagement und in der Kultur wiederfindet.

Es gibt zahlreiche Listen, was in Staycation alles möglich ist. So empfiehlt z.B. Forbes so unglaubliche Aktivitäten wie Radtouren, Kinobesuche, Shoppingtrips, Mittagsschläfchen oder Bücher lesen. Als wenn das schon nicht genug wäre, lässt sich dabei sogar noch unheimlich viel Geld sparen, weil Reise- und Hotelkosten entfallen. Das müssen wir uns mal vorstellen, was jetzt alles möglich ist! Ab jetzt wird nur noch staycationed.

Aber irgendetwas kommt einem da doch trotz dieser Aktualität sehr vertraut vor, hieß das nicht früher mal „Urlaub auf Balkonien“ und war eher das Ergebnis klammer Urlaubskassen? 
Hätte es Staycation schon früher gegeben, wenn vor den großen Ferien geprahlt wurde, an welche Küste die Reise in diesem Jahr geht, unsere Eltern wären Trendsetter gewesen. Als wir im Sommer im Garten gemütlich gelesen und den Tag genossen haben, haben wir schon längst staycationed und keiner hat es gewusst.

Gerade an Staycation wird die Absurdität von manchen Trends deutlich. Gute alte Gepflogenheiten, die eher etwas verstaubt sind, bekommen eine neue Hülle und sind auf einmal in. Aber was steckt eigentlich hinter dem Trendsetting? Warum braucht man immer wieder neue Trends? Trendscouts suchen, was Trendsetter manifestieren, damit wir in Trendlettern erfahren was wir tun müssen, um trendmäßig state-of-the-art zu sein. Trends, sei es im Miteinander, in der Mode oder wo auch immer, können kleine Richtungsweiser sein. Sie sind unterhaltsam und machen unsere Welt mit ihren „Neu“heiten bunter. Betrachten wir sie mit gesundem Menschenverstand und haben Spaß an ihnen. Damit alle, die einen Trend brauchen, und auch die, die lieber auch ihre eigene Stimme hören, glücklich werden, rufen wir jetzt einen ganz neuen Trend ins Leben: Belling (aus belly: Bauch und Feeling: Gefühl)! Seid Ihr selbst und traut Eurem trendy Belling (klingt doch gleich viel besser als Bauchgefühl)!

Schön ist, was wir sehen

Padaung-Frauen, die zu einem kleinen Bergstamm in Myanmar gehören, tragen schwere Messingspiralen um den Hals. Ab dem fünften Lebensjahr werden den Mädchen die Spiralringe umgelegt, um im Laufe der Jahre immer wieder gegen längere ausgetauscht zu werden, bis es 20 Ringe sind, die eng um den gestreckten Hals liegen. Knapp 10 Kilogramm Gewicht, das die Schultern deformiert und die Haut strapaziert, schleppen die Frauen mit sich herum. Eine schwere Last zu Gunsten der Schönheit.

Was wäre, wenn die Padaung-Frauen uneingeschränkten Zugang zum Internet und Sozialen Netzwerken hätten? Wenn sie zum Beispiel wie Barack Obama, Selfies hochgeladen und all die Bilder der anderen betrachtet hätten?

Laut einer Studie von Dove in den USA, in der 1.000 Frauen zwischen 18 und 64 befragt wurden, glauben 82% der Frauen, dass Social Media die Definition von Schönheit maßgeblich beeinflusst. Stärker als die vorgegebenen Ideale aus Hochglanzmagazinen mit gephotoshoppten Beautys, Filmen oder Musik. „Frauen entscheiden mehr und mehr selbst darüber, was schön ist. Tatsächlich fühlen sie sich dafür verantwortlich ihre eigene Sichtweise von Schönheit zu definieren.“ sagt Jesse Weiner, Dove’s Globale Botschafterin in einem Interview mit dem US-Technik-Blog Mashable. Und weiter: „Social Media ist eng damit verbunden, wie wir Schönheit wahrnehmen, da es ein so stark visuelles Medium ist. Wir sehen tausende Bilder, die täglich gepostet werden. Zum ersten mal in der Geschichte sind wir heute in der Lage unsere eigenen Bilder aufzunehmen, sie zu kontrollieren und sie zu teilen, mit wem und wo wir möchten. Wir formen, teilen und besitzen damit unsere eigenen Beauty-Stories“.

Über Social Media werden auch Geschichten wie die von Lizzie Velasques bekannt und beeinflussen – zumindest im Selbsttest – unsere Sicht auf Schönheit maßgeblich. Die 24jährige leidet an einem Gendefekt, der sie nicht zunehmen und extrem schnell altern lässt. Zeit ihres Lebens hatte sie mit Hänseleien und schlimmsten Anfeindungen zu kämpfen. Ihre Eltern gaben ihr unendliche Liebe und Selbstbewusstsein und sie hat es geschafft, diese negative Energie für sich zum Positiven zu wenden. Auf der TEDx Konferenz in Austin hat sie einen sehr beeindruckenden Vortrag gehalten. Wir finden: Sie strahlt eine Schönheit aus, die manchem Topmodell abhanden gekommen ist.
Wo wir gerne hinsurfen
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Strandbeest

Wer wundersame Wesen sehen möchte, die sich wie durch Geisterhand bewegen, muss sie nicht erst am Strand suchen, sondern entdeckt  hier, wann und wo sie uns faszinieren.

Home sweet Homepage

Aktuell surfen wir immer wieder zu unserer eigenen Homepage. Wir haben sie nämlich mit vielen Cases bestückt und sind damit noch lang nicht fertig. Außerdem wollen wir unseren Kolumbus zukünftig auch noch als Blog einbinden. Darum laden wir Sie und Euch herzlich ein, immer mal wieder vorbei zu schauen.

Montags himmlische Yoga-Gurus opfern …

Wie? Was? Immer noch keinen Vorsatz für 2014? Lustige Anregungen gibt es hier.
Wo wir auftanken
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Düsseldorf von oben

Endlich gibt es in Düsseldorf eine Sky Bar. The View im Inside Hotel im Medienhafen bietet neben spektakulären Blicken in alle Himmelsrichtungen tolle Cocktails und Life-Musik vom DJ.

Gutes Karma

Totalausspannen vom Alltag können wir am besten in Ländern, die grundlegend anders sind als unseres. Zuletzt, in Myanmar, diesem phantastischen buddistischen Land zwischen Indien, China, Thailand und Laos, das durch seine politische Abschottung der Globalisierung noch nicht anheim gefallen ist.

Unglaublich freundliche Menschen, eine faszinierende Landschaft, Tempelanlagen, die von so unglaublicher Schönheit sind, das sie weder mit Worten noch durch Bilder zu beschreiben wären, haben uns zwei Wochen lang in einen Bann gezogen, der gerne noch viel länger hätte andauern dürfen. Beim Farbenspiel des Sonnenuntergangs zwischen 12.000 Pagoden und Tempeln in Bagan oder beim Spaziergang in Inva entlang den Reisfeldern, die der Bauer gerade mit seinem Ochsenkarren bestellt, im Kloster aus dem Jahre 1818, in dem kleine Novizen das Schreiben lernen oder in der Seidenweberei, in der zwei junge Frauen einen Prachtstoff am manuell betriebenen Webstuhl weben, an dem sie zu zweit eine Woche lang an zwei Metern Stoff arbeiten, ist alles, was Ihnen bis gerade durch den Kopf ging, einfach nicht existent. Wir erlebten einen Rausch aus Schönheit und Farben, Gelassenheit und Faszination und sind voll guten Karmas zurück in die Zivilisation gekommen. Mehr dazu finden Sie in unserem Reiseblog gotorio.
Termine, die wir nicht verpassen
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SXSW

Anfang März werden viele von Ihnen zum ersten Mal das Buchstabenkürzen SXSW hören. Ausgesprochen wird es „South by South West“ und es steht für ein multimediales Festival in Austin, Texas, das vom 7.–16. März stattfindet.

Neben einer großen Musikkonferenz und einem Filmfestival ist die SXSW seit Jahren die größte Digital-Konferenz der Welt mit rund 30.000 Teilnehmern. Nachdem deutsche Medien dieses für die Internetbranche weltweit wichtige Ereignis bislang ignorierten, könnte sich dies 2014 ändern: Spiegel Online reist mit einer kleinen Delegation nach Texas und wird entsprechend üppig berichten. Gut so: Denn hier werden Trends gemacht. Im vergangen Jahr waren 3D-Printing und das Internet of Things wichtige Themen auf der SXSW – mit einem Jahr Verspätung landen sie in diesen Wochen in Deutschland.

Karl der Große

„Ich habe das Glück, im Leben das machen zu können, was mich am meisten interessiert: Photographie, Mode und Bücher.“ sagt Karl Lagerfeld. Und wir haben das Glück im Februar das machen zu können, was auch uns interessiert: Die Lagerfeld-Austellung in Essen besuchen.

Karl Lagerfeld ist unglaublich, er ist ein Genie. Mit einer grenzenlosen Kreativität sprudelt alles aus ihm heraus: Mode, Fotos, Bonmots, Zeichnungen, Schmuck, Bilder, Filme, Weisheiten, Möbel, Werbung, Produktdesign, Bücher ... nicht nur unfassbar viel, sondern auch unfassbar gut. Und während Sie das lesen, kommt bestimmt noch viel mehr hinzu.

Die Ausstellung „Parallele Gegensätze“ im Museum Folkwang in Essen ist keine Retrospektive, sondern vielmehr eine Momentaufnahme. Und Lagerfeld wäre nicht Lagerfeld, wenn er die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Gerhard Steidl und Eric Pfrunder nicht selbst konzipiert und kuratiert hätte. Sie wird erstmals ein umfassendes Panorama seines schöpferischen Kosmos bieten. 

Unaffektierter, geistreicher, witziger Workaholic

Wer bis zum Sommer London besucht, dem empfehlen wir die Ausstellung Hello, my name is Paul Smith im Design Museum, die aufgrund ihres Riesenerfolgs bis zum 22. Juni verlängert wurde. Paul Smith ist einer der wichtigsten britischen Modedesigner und zeigt weitaus mehr als sein feines, aus 14 Farben bestehendes Streifenmuster, mit dem er den Durchbruch schaffte. Seine klassische, britische Mode hat immer einen Hauch Exzentrik und ein kleines Augenzwinkern. Der Besucher lernt Smiths Welt der Mode, Kreation, Inspiration, Zusammenarbeit und Schönheit kennen. Es werden sowohl raffinierte Details des von ihm in Perfektion beherrschten Schneiderhandwerks beleuchtet, als auch eine Reihe von Looks aus seiner ruhmreichen Vergangenheit. Ein Nachbau seines ersten Geschäfts in Nottingham sowie Teile seines Büros, seiner Kreativwerkstatt, das bis oben hin mit Büchern, Spielsachen und sogar Fahrradteilen gefüllt ist, sind zu sehen.

Sir Paul Smith, der im Jahr 2000 von Prinz Charles zum Ritter geschlagen wurde, hat den Wunsch, dass jeder Besucher „Gänsehaut bekommt und sich inspirieren lässt“ und sich „zu seiner eigenen Kreativität bestärken lässt“. Der Besucher blickt hinter die Kulissen von Fashion-Shows und lernt den Werdegang des Designers kennen.

Mit wenig Geld und viel Ermutigung von seiner Frau, eröffnete Smith seinen ersten Laden in Nottingham und besuchte nebenher Abendkurse für Schneiderei. Stetig entwickelte er seinen eigenen Stil, klassisch und gradlinig gepaart mit der überraschenden Kombination von Materialien, auffälligen Farben, floralen Prints sowie Quer- und Längsstreifen. Momentan umfasst das Imperium von Sir Paul Smith rund 230 Geschäfte weltweit – allein 200 davon befinden sich in Japan.

Auch heute noch tritt er gern mit seiner Zielgruppe in Kontakt. Über sie sagt er: „Ich mache Mode für entspannte, freundliche und glückliche Menschen mit Verstand.“ Also für Kolumbus-Leser. Für alle, die es nicht mehr nach London schaffen, hier ein kleiner Trost: Zur Ausstellung gibt es ein Buch mit dem Titel Hello, my name is Paul Smith: Fashion and other stories. 

Schadenfreude, Taktlosigkeit, Intoleranz, Reinlichkeit ...

Der Künstler und Designer Rolf Sachs zielt mit seinen Arbeiten darauf ab, zu überraschen und zu neuen Betrachtungsweisen anzuregen. So auch in seiner aktuellen Ausstellung „typisch deutsch?“ im Kölner Museum für angewandte Kunst.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Sohn von Gunter Sachs mit sprachlichen und kulturellen Aspekten seiner Herkunft. Entgegen der angeblichen Humorlosigkeit der Deutschen bezieht er in seine Werke auf intelligente Weise immer wieder humoristische Elemente mit ein. Bereits am Eingang des Museums erwarten den Besucher bunte Mülltonnen, in die man den Deutschen zugesagte Eigenschaften wie „Neid“, „Sturheit“ und „Spießigkeit“ hineinwerfen und somit direkt vor der Tür lassen kann. Treten Sie ein und entdecken Sie die eigenen „deutschen Tugenden“ ganz neu!
Niehaus Knüwer inside
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Willkommen in der Neuzeit

„Warum in aller Welt ändert Ihr denn Euren Namen? Niehaus III war doch gut.“ War er auch. Aber unsere Welt dreht sich weiter und das letzte Jahr haben wir intensiv genutzt, unsere Positionierung zu überarbeiten: „Ideen für Marken, Menschen und Märkte in einer vernetzen Welt.“ So lässt sich der Sinn und Zweck unserer Agentur zusammenfassen. Alles ist vernetzt, verzahnt und verwoben. DIE Zielgruppe gibt es nicht mehr. Kommunikation findet auf unzähligen Ebenen statt. Immer. Wir wollen Kunden erobern und mit begeisternden Ideen emotional berühren und rational überzeugen. Auf allen Kanälen, die Menschen nutzen. Da war es nur konsequent, das auch in der Firmierung zu kommunizieren. Neben den Geschäftsführerinnen Silke Niehaus und Nicola Knüwer stehen nun auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Netzwerkpartner und Unterstützer im neuen Namen: Niehaus Knüwer and friends. Das Erscheinungsbild haben wir dann auch gleich geändert. Zur Wortmarke gesellen sich nun eine Vielzahl von Sprechblasen, die mit Ihnen und Euch in Zukunft kommunizieren werden. Das alles und noch viel mehr zeigen wir unter www.niehausknuewer.de oder gern auch persönlich.
Was bewegt
Dr. Hans-Christoph Quelle?
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Sicherheit ist unsere eigene Entscheidung

Lehnen wir uns einfach mal kurz zurück, schließen die Augen und stellen uns vor: Wir können SMS und E-Mails problemlos verschicken und nach Herzenslust telefonieren, ohne dass wir uns Sorgen um den Verbleib unserer Gespräche oder Daten machen müssen. Denn egal was wir tun, wir sind ganz alleine Herrscher über unsere Kommunikation.
Öffnen Sie lieber die Augen. Denn die Realität sieht alles andere als derart rosig aus. Privatsphäre ist kurz gesagt der größte Luxus, den es heute noch gibt. Vor allem in unserer tagtäglichen Kommunikation. Vor langer Zeit haben wir Häuser gebaut, um uns gegen Blitz und Donner zu schützen. 

Jetzt müssen wir dringend unsere Gespräche und unsere Nachrichten sichern. Wirklich bewusst machte uns das eine Person, die unsere Gegenwart stark geprägt hat: Edward Snowden. Mit ihm wurde unsere dumpfe Sorge um die Sicherheit unserer persönlichen Daten und Telefonate zur schrecklichen Gewissheit.
Vor gar nicht allzu langer Zeit war alles anders. Dass irgendwelche bösen Menschen Gespräche mitschnitten oder Daten in ihren dunklen Kellerräumen speicherten, war eigentlich immer Sache der professionell Paranoiden. Und wenn, dann schnappten sie wahrscheinlich eh nur irgendwelche Kleinigkeiten auf und darauf kam es jetzt wirklich nicht an. Falsch gedacht. In welchem Ausmaß Regierungen bei anderen Regierungen mithörten und immer noch mithören, oder beispielsweise neue Entwicklungen wie Innovationen in Unternehmen abgreifen, Daten speichern und neu nutzten – diese so gar nicht schöne neue Welt voll von uneingeschränkter Überwachung zeigte uns Snowden. Und da werden noch mehr Informationen und Enthüllungen folgen, da können wir uns sicher sein.

Also, was tun? Wir sollten sicher nicht die Person Snowden verteufeln, weil er uns die Wirklichkeit gezeigt hat. Es geht auch garantiert nicht um die Sache an sich. Was wir jetzt tun müssen, ist lernen, zu akzeptieren. Schuldzuweisungen bringen uns so wenig weiter, wie Panikattacken. Wenn wir ehrlich sind, haben deutsche Bundesministerien und -behörden genau das schon lange und als erste verstanden. Der Bund ist schon vor Jahren voraus geprescht. Er zapft die Innovationskraft Deutschlands an und nutzt Produkte „Made in Germany“ für eine Zukunft in der wirklich keiner mehr zuhören kann.

Und ja, genau das ist möglich. Man kann zuhören, belauschen, bespitzeln und spähen verhindern. Auch wenn man nicht professionell paranoid ist. Für uns, die begeisterten Nutzer von Smartphone, Tablet & Co. ist wichtig zu wissen, dass wir uns dabei zurücklehnen können, weil sich für uns absolut nichts ändert. Für uns bleibt die Welt exakt die gleiche. Wir fotografieren, schreiben Kurznachrichten oder schauen uns die neuesten You Tube Videos an. Wir können aber auch sicher telefonieren und sichere Nachrichten versenden.

Dazu müssen wir uns keine rosarote Welt vorstellen: Sicherheit ist nicht die Frage, ob wir telefonieren, oder nicht. Sicherheit ist auch nicht die Frage, ob wir SMS versenden oder eine E-Mail an den Kollegen schicken, oder ob wir uns verkriechen und einfach still sind. Sicherheit kann rosarot und komfortabel sein. Sie einzusetzen ist am Ende allerdings unsere eigene Entscheidung.
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