Im November:
Omas Küche, Marketing Flopps
und unsere China Expertise
Was wir gerade lesen
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Einblick in die Arbeitswelt der Zukunft

Der von der amerikanischen Architektin Sofia Borges im Gestalten Verlag herausgegebene Fotoband Work Scape zeigt internationale Büroarchitektur und Interiordesigns abseits des Mainstreams. Die Büros innovativer Unternehmen wie Rethink Tara Green, Facebook, Google, YouTube, Monocle, Red Bull oder Urban Outfitters sollen neue Arbeitsformen, Kreativität und Zusammenarbeit fördern. Inspirierend.

Achtgeben und Tee trinken

Frank Berzbach hat ein kleines, feines Buch über die Kunst, ein kreatives Leben zu führen, geschrieben. Damit ist vor allen Dingen ein selbst gestaltetes Leben gemeint, jenseits des Trend- und Markenzirkus und aller must haves dieser Welt. Berzbach, Wissenschaftler und Journalist, beschäftigt sich übrigens laut seines Verlags Hermann Schmidt mit achtsamkeitsbasierter Psychologie, mit Buddhismus, Mode, Tätowierungen und mit Vampiren. Ein wenig nerven die vielen Zitate, trotzdem eine inspirierende Lektüre für die kreative Klasse.

Marketing macht Spaß – oder auch mal nicht

Was machen eine Marketingexpertin und ein Marktforscher, wenn sie nichts zu tun haben? Golf spielen und ein Buch schreiben. Zumindest, wenn sie Tina Müller und Prof. Dr. Hans-Willi Schroiff heißen. Untätig sein war weder etwas für die ehemalige Corporate Senior Vice President und Marketing Officer bei Henkel Kosmetik, noch für den Corporate Vice President Market Research bei Henkel, als sie ihre Jobs quittierten. Ein Glück für alle, die sich von Berufswegen mit Marken, Marketing und Werbung befassen.

Die beiden haben ihr über 20 gemeinsame Jahre im Massenmarkt-Marketing gesammeltes Wissen reflektiert und in Warum Produkte Floppen, die 10 Todsünden des Marketings aufgeschrieben. Sie verraten uns, wie Innovationen entwickelt werden und wann sie eine echte Chance haben, aber auch, warum es selbst bei noch so exzellenten Produkten, die nachweislich besser als jedes der Konkurrenz sind immer, wieder zu Flops kommt. Das Ganze ist sehr praxisnah und nachvollziehbar geschrieben und bietet konkrete Handlungsvorschläge. Dazu schreiben die beiden sehr persönlich und so macht das Lesen richtig Spaß. Wir hatten das Glück, beide Autoren beim Marketing Club Düsseldorf bei der Vorstellung Ihres Buches, zu erleben. Besser und unterhaltsamer kann eine Marketinglehrstunde nicht sein. Die beiden müssten einen Videopodcast veröffentlichen, aber dazu bleibt nicht mehr die Zeit. Als Marketing-Vorstand bei Opel widmet sich Tina Müller inzwischen wieder rund um die Uhr mit großer Leidenschaft ihrem Lieblingsthema – Marken und Innovationen. Wir sind ziemlich sicher: Bald fahren einige unserer Leser Opel.

Gut gegen Fernweh

Der Sommer hat sich endgültig verabschiedet, und um uns herum ist alles grau. Für besondere Farbkleckse sorgen da die liebevoll illustrierten Travel Books von Louis Vuitton. Diese Buchserie ist eine Mischung aus Skizzenbuch und Reisetagebuch und lässt uns verschiedene Reiseziele durch die Augen eines Künstlers entdecken. Jean-Philippe Delhomme (Frankreich) zeigt uns New York, Daniel Arsham (USA) die Osterinseln, Natsko Seki (Japan) London und Chéri Samba (Kongo) Paris. Bereits geplant sind außerdem Venedig (Jiro Taniguchi) und Vietnam (Lorenzo Mattotti). Bis zu 120 Illustrationen und viele Kommentare schüren die Reiselust und lassen uns vom nächsten Urlaub träumen. Übrigens, auch ein tolles Weihnachtsgeschenk!
Was uns zum Denken anregt
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Der erfundene Trend

Im letzten Kolumbus haben wir Ihnen „Phubbing“ als neue Definition für ständiges smsen, mailen und daddeln vorgestellt. Der 23-jährige Student Alex Haig hatte gegen die unsoziale Smartphone-Nutzung eine Web-Kampagne gestartet. Auf seiner Website können User abstimmen, ob Sie für oder gegen Phubbing sind. Verschiedene Statistiken belegen die Abneigung gegen Phubbing – Quellen dazu werden nicht genannt. Die internationalen Medien haben das Thema aufgegriffen und um die Welt getragen. Sich mit aufgeregt über die Unsitte und den neuen Begriff etabliert. Tatsächlich steckt hinter der neuen Wortkreation aber nicht ein junger Mann, der sich bei Tischgesprächen ungeachtet fühlte, sondern die Werbeagentur McCann Melbourne, die für ihren Kunden Macquaire, einen Verlag, der das Wörterbuch Macquarie Dictionary herausgibt, eine Viralkampagne entwickelt hat. Wie hier intelligent um die Ecke gedacht und die Idee umgesetzt wurde, hat das intmag aufgeschrieben.

Schluss mit Einerlei

Bei der Systemgastronomie galt lange die Devise: Alle Filialen sehen gleich aus, denn gleiche Optik suggeriert gleichbleibende Qualität und Verlässlichkeit. Mit der Fragmentierung und Individualisierung unserer globalen Gesellschaft hat sich dieses Konzept überholt, wie das Beispiel Starbucks zeigt. Liz Muller, Director of Concept Design der Kaffeekette, analysiert die Märkte genau, bevor ein neuer Flagship Store geplant und umgesetzt wird, erklärte sie dem US-Magazin Fast Company.

Jedes ihrer Konzepte, egal ob in Europa, Australien, Lateinamerika oder Asien, hat das Ziel, den Kunden ein Starbucks-Erlebnis zu bieten, das in punkto Kaffee und Service in die jeweilige Kultur passt. So hat sie zum Beispiel das homogene Filialgesicht im keks- und gebäckliebenden Amsterdam gegen eine Kaffee- und Cookie-Bar in einer ehemaligen Bank ausgetauscht und für die Schweizer, die besonders gern und viel mit dem Zug reisen, plant sie die ersten Starbucks Lounges in zwei Intercityzügen.

Ihre jüngsten Projekte sind zwei Flagship Stores in Peking. Nur ein paar Kilometer voneinander entfernt und doch komplett unterschiedlich in ihrer Ausrichtung. Der eine, ein „Coffee Tribute Store“, ist für die chinesische Wohlstandsgesellschaft gedacht, die viel reist und im Überfluss lebt. Sie soll das Konzept des frisch gebrauten Kaffees kennenlernen.

Das zweite Konzept ist noch spannender: Ein 24-Stunden-Store richtet sich an die Jugendlichen, die durch die Ein-Kind-Politik Chinas ohne Kameraden aufwachsen. Der Store bietet ihnen die Möglichkeit, andere Jugendliche zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sozusagen den Brüdern und Schwestern zu begegnen, die sie nicht haben. Darum wurde bei der Einrichtung viel Wert auf eine Atmosphäre gelegt, in der sich ein Lounge-Gefühl einstellt, in dem sich Fremde gegenüber sitzen und anfreunden können. In einem Nacht-Club in der zweiten Etage gastieren am Wochenende Live Bands. „Wir haben gesehen, dass fast jeder ständig mit seinem iPad oder iPhone beschäftigt ist, aber dort werden die Geräte weggelegt und die Gäste reden miteinander.“
Größte Herausforderung war für Muller den Laden ganztägig als offen und zeitgemäß zu präsentieren. Warme Töne waren wichtig und ein gedämpftes Licht im oberen Bar-Bereich. Am Abend strahlt die Filiale mit ihren Glaswänden wie eine Leuchtboje in der Dunkelheit – und das macht die späten Stunden zu den umsatzstärksten: Auch das ist ungewöhnlich für Starbucks.

Der Flat Design Trend

Wir wussten es ja schon immer: Klare grafische Gestaltung mit Reduktion auf das Wesentliche ist zeitlos, einprägsam und setzt sich in unserer auch visuell immer dichteren und verwirrenderen Welt angenehm ab. Gerade in der Corporate Design Entwicklung ist oft weniger mehr, wie z.B. unsere erfolgreichen Konzepte der vergangenen Jahrzehnte beweisen.

Das hat jetzt auch Apple (wieder) gemerkt und so ist der Begriff Flat Design seit der Einführung des neuen iPhone/iPad Betriebssystems iOS 7 in aller Munde. Gemeint damit ist ein grafisch vereinfachter Gestaltungsstil, ursprünglich aus dem Interface Design kommend, der optische Spielereien wie Schatten, dreidimensionale Buttons und Texturen vermeidet – ein Gegenpol also zur grafisch überladenen Gegenwart und dem skeuomorphistischem Drang, alles möglichst naturgetreu nachzuahmen, wie Apple es vorher getan hat, mit Ledereinbänden bei iBooks oder Abrisskanten bei Notizblöcken.

Gerade im Bereich der Interface Gestaltung spielt die Bedienbarkeit eine wichtige Rolle. Radikale Vereinfachung à la Flat Design ist toll, aber Buttons und Links müssen trotzdem schnell und intuitiv erkennbar sein. Ob dabei Verläufe, abgeflachte Kanten oder Schlagschatten enthalten sein müssen, stellt der neue Design Trend jetzt zu Recht in Frage. Er besinnt sich wieder auf grundlegende Gestaltungsprinzipien: Struktur, visuelle Hierarchie, Einfachheit der Elemente und Farben, sowie mühelose Lesbarkeit. Flat Design zwingt die Gestalter, noch mehr über die Funktionalität des Designs nachzudenken und mehr Zeit für die Entwicklung von sinnvollen Bedienkonzepten aufzuwenden, statt sich auf grafische Spielereien zu konzentrieren. Toll!
Wo wir gerne hinsurfen
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Ein Kreuz, von dem man in jede Richtung aufbrechen kann

OSTKREUZ ist die erfolgreichste, von Fotografen geführte, Agentur Deutschlands. Sie gehört 18 Fotografen, die mit ihren Arbeiten einen ganz eigenen Blick auf diese Welt werfen. Auf der Internetseite kann man ihre, mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichneten Reportagen, ansehen. Zum Beispiel War of Warfare von Julian Röder von der IDEX, der größten Waffenmesse im Nahen Osten, Abu Dhabi und den Vereinigten Emiraten. Marcus Jauer von der FAZ beschreibt die Agentur so: „OSTKREUZ, das heißt, aufrichtig zu sein, nicht mehr und nicht weniger.“ Wir stimmen voll zu.

Mach’ mal ’nen Punkt

Wie man das am besten macht und noch vieles mehr, erklärt das erste digitale Magazin mit Weiterbildungsfunktion zum Thema Typografie und Technik in den Bereichen Technik, Design, Schriftentwurf und Schriftgestalter. Schrägstrich – das Typografiemagazin entstand im Rahmen eines studentischen Projektes der HTWK (Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur) Leipzig und erscheint halbjährlich und kostenlos für das iPad.
Wo wir auftanken
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Hallen der Köstlichkeiten

Wer in Zürich, isst geht, natürlich, in die Kronenhalle. Die Institution mit Originalen von Chagall, Matisse und Kandinsky an den Wänden bietet ohne wenn und aber das weltbeste Kalbsgeschnetzelte hier „Kalbfleisch geschnetzelt ,Kronenhalle‘, Rösti“. Der Preis, 55 Franken, ist kein geringer, aber jeden Rappen wert. Jeden Tag können sich das wahrscheinlich nur die Aston Martin-Fahrer leisten, die es in Zürich in einer Dichte wie selten gibt.

Darum hier eine trendige Alternative: die Markthalle im Viadukt. Nach dem Aepró gemixt von Anna an der Bar, kommt das Essen ganz frisch und in Bioqualität aus der Markthalle in Schüsseln auf den Tisch. Ob Hacktäschli oder Fleisch vom glücklichen Säuli, Bio-Forellen mit Gemüse oder der zum krönenden Abschluss servierte Käse vom Tritt – köstlich. Das Ganze befindet sich im hippen Bezirk 5, der nach einer Restrukturierung vom Industriebezirk zum jungen Szeneviertel wurde.

Nach dem Mittagessen lohnt sich ein Spaziergang durch die Shops im Viadukt, und nach dem Abendessen ist der Weg zu Fuß in Richtung Limmat und Zürichsee eine Zeitreise in die 50er Jahre.

Oma ist die Beste!

Inspiriert von alten Rezepten aus Omas Küche, ohne Konservierungsstoffe und sonstige Fertigelemente, dafür einfach frisches und echtes Essen … das Restaurant Malinas in Düsseldorf bietet leckere, traditionell moderne schlesisch-polnisch-böhmische Küche in liebevoll eingerichtetem Ambiente an. Auf jeden Fall Pierrogies, die typischen Teigtaschen, probieren – sie gibt es sowohl klassisch mit Weißkohl und Speck, als auch z.B. mit Hirschfleisch und Wacholder. Borschtsch und Bigos dürfen auch nicht fehlen und natürlich Rinderrouladen mit Klößen und Holunder-Rosinen-Rotkohl. Genau das Richtige für kalte Wintermonate ... lecker!

Keep calm and go to Paris

So ein Wochenende in Paris ist wie ein Sonnenuntergang. Schon oft gesehen, aber jedes Mal ganz besonders. Eine Entdeckung, zum Beispiel, ist das zauberhafte Geschäft von Sopie Atlan auf dem ältesten Flohmarkt Paris Marché Vernaison. (Metro Porte de Clignancourt, Geschäft Nr. 163). Madame Atlan mixt Antikes mit Neuem und kreiert einen lässigen, kreativen Stil, der jedem Zuhause Glamour verleiht. Eine weitere Entdeckung ist das Viertel rund um den Canal St. Martin im Osten Paris. Empfehlen können wir einen romantischen Spaziergang vom Bassin de la Viellette bis zur Bastille, auf dem man alle Facetten des neuen Szeneviertels kennenlernt. Wer bis zum 26. Januar Paris besucht, dem sei die Ausstellung von Erwin Blumenfeld im Jeu de Paume an der Place de la Concorde ans Herz gelegt.* Allerdings muss man, wie fast überall in der meistbesuchten Stadt der Welt, Schlange stehen. Nicht nur, um das Ausstellungsticket zu erwerben, sondern sogar noch in den einzelnen Sälen. Keep calm and wait in Paris!

*siehe auch: Termine, die wir nicht verpassen
Termine, die wir nicht verpassen
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Was wahr war

Wie weit dürfen wir gehen, wenn wir wissen wollen, was wahr war? Und inwieweit ist der Mensch, der man heute ist, verantwortlich für Dinge, die er in der Vergagenheit getan hat? 

Das Theater K in Aachen zeigt ab dem 15. November Was wahr war von Michael Engler, einen Psycho-Krimi zwischen zwei Frauen, der mit einem harmlosen Interview zwischen einer Journalistin und einer Unternehmerin beginnt und zu einem Spiel um Macht und die Macht von Wörtern wird. 

Jeder Mensch hat einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Dieser Meinung ist die Journalistin Simone Wiegand. Als sie die Unternehmerin Evelyn Schönfeld zu einem Interview trifft, versucht sie deren Geheimnis aufzudecken. Die Journalistin hat nur einen vagen Verdacht. Um diesen Verdacht zu erhärten, muss sie das Vertrauen der Unternehmerin gewinnen. Es beginnt ein riskantes Spiel mit Wörtern, rhetorischen Schachzügen und psychologischen Tricks, mit verbalen Attacken und emotionalen Täuschungsmanövern. Stück für Stück wird erkundet, was wahr war. Bis sich am Ende die Frage stellt, was die Wahrheit mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Eine Ausstellung als Herzensangelegenheit

Mit Ende der aktuellen Ausstellung Foto A–Z, Fotografen, die wir gezeigt haben und die, die wir immer schon gerne gezeigt hätten beendet das NRW-Forum am 5. Januar 2014 sein Programm. Eine Ära geht zu Ende. In den letzten 15 Jahren sorgten Ausstellungen des NRW-Forums – hauptsächlich zu Fotografie, Mode und Lifestyle – immer wieder für Aufsehen. Neben international bedeutenden Fotografen und Künstlern, brachten Petra Wenzel und Werner Lippert auch eine gehörige Portion Glamour nach Düsseldorf. Nun zeigen sie noch einmal Arbeiten stilprägender Künstler für die Fotografiegeschichte, die sie höchst subjektiv und persönlich ausgewählt haben. Bereits präsentierte Ikonen wie Helmut Newton und Guy Bourdin und auch neue Arbeiten höchst innovativer Künstler wie Cindy Sherman. Mit ihrer Abschlussausstellung wollen Wenzel und Lippert noch einmal zeigen, wie sich die Fotografie im 20. Jahrhundert zum künstlerischen Leitmedium entwickeln konnte. Mit Arbeiten noch nicht im NRW-Forum präsentierter Künstler, sowie noch nie in Deutschland zu sehender Arbeiten, werden zum Schluss die letzten verbleibenden Lücken geschlossen.
Uns bleibt nur ein riesengroßes Danke an Petra und Werner. Ihr beide habt aus einem Backsteingebäude ein über die Grenzen Deutschlands hinaus bedeutendes Museum in Düsseldorf gemacht. Wir werden Eure Ausstellungen vermissen! 

Eine Retrospektive

Eigentlich sollte die Retrospektive Christoph Schlingensief bereits Anfang 2013 eröffnet werden, doch das Aufarbeiten des kompletten Archivmaterials des 2010 verstorbenen, transdisziplinären aktiven Künstlers hat wesentlich mehr Zeit als geplant in Anspruch genommen. Nun steht der Eröffnung am 30. November nichts mehr im Weg und damit wird die erste umfassende Gesamtschau Schlingensiefs Schaffen der Öffentlichkeit präsentiert. Schlingensiefs Theater- und Opernaufführungen, Filme, Performances, Aktionen und Installationen waren immer auch Reaktionen auf ihre Entstehungszeit. Sie waren provokativ oder haben Missstände aufgezeigt. Stets mit dem Ziel verbunden, Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorzurufen. Sie waren herausfordernd und oftmals auch überfordernd. Themen wie Medieninszenierung, Gegenwartspolitik, deutsche Geschichte, Faschismus, Kirche und Familie waren bestimmend für sein Schaffen. Die Ausstellung folgt Schlingensiefs künstlerischen Stationen. Sie berücksichtigt sinnvollerweise auch die sozialhistorischen, sowie politischen Zusammenhänge seiner Arbeiten und damit ihre gesellschaftspolitische Brisanz.

Erwin Blumenfeld in Paris

Die Retrospektive im Museum Jeu de Paume zeigt den beeindruckenden Weg des 1897 in Berlin geborenen Fotografen von den ersten Zeichnungen und Collagen bis zum gefeierten Fashion Fotografen. Gerade seine visuellen politischen Statements berühren und kommentieren die dunkelsten Kapitel der Deutschen und somit leider auch der Weltgeschichte. Ganz anders dann die Modefotos für Harper’s Bazaar und Vogue. Die Ausstellung zeigt die vielschichtige visuelle Kunst Blumenfelds zwischen den Weltkriegen, Verfolgung und Auswanderung, zwischen Paris und New York. Was ein Mensch in 70 Jahren erleiden und erleben kann, ist bis zum 26. Januar in Paris* zu sehen.

*siehe auch: Wo wir auftanken
Niehaus III inside
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Reset und Restart

Deutschland braucht ein neues Wirtschaftsmagazin – dieser Meinung ist der Münchener Weka-Verlag und drückt deshalb bei seiner Traditionszeitschrift „Internet Magazin“ den Restart-Knopf. Ab 22.11. richtet sich das Heft an alle Personen, die sich von Berufswegen mit Internetthemen beschäftigen: Marketers, Personalverantwortliche, Werber und PR-Berater, zum Beispiel. Zeitgleich erscheint die erste Ausgabe auch als App für Apple- und Android-Tablets.

Das Magazin liefert die Themen, die das Arbeiten in der digitalen Wirtschaft inspirieren: Welche Innovationen werden unsere Zukunft verändern bzw. beeinflussen? Welche Unternehmen arbeiten bereits erfolgreich im Netz und vor allem wie? Welche Personen stehen dahinter und was treibt sie an? Neben dem Informationswert, den das Helft liefert, soll es auch Spaß machen.

Die Entwicklung des neuen Logos hat der Weka-Verlag uns übertragen. Unsere Aufgabe war es, ein Logo zu entwickeln, das den aktuellen Trend des responsiven Designs ebenso widerspiegelt, wie die zeitgemäße digitale Gestaltung. Noch vor der Umstellung der Apple iOS haben wir darum auf Flat Design gesetzt. Das Logo ist farblich variabel und passt sich der Vielfalt der Themen an. Die gewählte Typografie ist elegant-futuristisch und grenzt sich bewusst von den Wurzeln des Magazins als Programmierermagazin ab. Das Ergebnis unserer Arbeit – in der Farbversion für die Pre-Start-Phase – ist bereits im Internet, auf Facebook und Twitter zu sehen. Eine Leseprobe des neuen Magazins können Sie hier herunterladen.

China-Expertise im responsiven Design

Nach dem Corporate Design entwickelten wir jetzt auch den Internetauftritt für das Medienbüro Düsseldorf-Beijing von Wirtschaftsjournalistin, Moderatorin und China-Kennerin Astrid Oldekop. Zeitgemäß im responsiven Webdesign entwickelt – dabei passt sich die Gestaltung einer Website dem jeweiligen Gerät an – schließlich surfen wir immer mehr unterwegs auf Tablets und Smartphones.
Durch die verschieden angeordneten Kacheln auf der Startseite entsteht eine Art Blog-Optik. Sie zeigt die Themenvielfalt des Medienbüros, regt zum Lesen an und lädt zum Entdecken ein und bindet Social Media Anwendungen wie Twitter feeds sehr gut ein. Auch das Thema Asien wird durch die senkrechten, roten Linien und die untereinander verschobene Anordnung noch einmal visuell aufgegriffen.

„Das ist gewaltig!“

So kommentierte Walter Schmitz, Marketingberater und Kollege, unser neuestes Design Statement: ein riesiger, knallgrüner Pokal, der neuerdings unsere Agenturräume schmückt. Städte haben Landmarks, wir haben ein Kultobjekt. Termine für Besichtigungen unter 0211-469070.
Was bewegt
Susanne von Bassewitz?
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Brecht das Schweigen!

Malala Yousafzai hat den Friedensnobelpreis am Ende doch nicht bekommen, aber ihre Geschichte und ihr Anliegen waren einmal mehr in den Medien präsent – seit dem Tag im letzten Jahr, an dem sie nur um Haaresbreite das Attentat von pakistanischen Taliban überlebte. Sie sollte sterben, weil sie einer besonders perfiden Form der Gewalt entgegentritt – nämlich Mädchen den Zugang zu Schulbildung zu verweigern.
Bildung ist vielleicht der wesentliche Schlüssel zu einem selbst bestimmten Leben ohne Bedrohungen wie z.B. der, zur Heirat gezwungen zu werden. Oftmals noch vor dem 18. Geburtstag.Allein in diesem Jahr wird es 14 Millionen junge Frauen treffen. 38.000 jeden Tag. Menschenhandel, dessen Opfer zu 90% wiederum Mädchen sind, Vergewaltigungen in Kriegsgebieten, genitale Verstümmelung, Säureattacken – das alles sind Themen, die das grausame und weite Feld der Gewalt gegen Frauen beschreiben. Dieses Feld besteht fast nur aus Tabu-Zonen und liegt nicht etwa weit weg, sondern reicht bis vor unsere Haustür. Eine von drei Frauen, so berichtet die World Health Organization, wird in ihrem Leben irgendeine Form von körperlicher Gewalt erfahren, und sei es in der eigenen Familie. Einen bewegenden Bericht aus erster Hand gibt die amerikanische Autorin Leslie Morgan Steiner, nicht ohne zu erwähnen, dass natürlich auch Männer Opfer sein können. Aber wir müssen nicht über den großen Teich schauen: In Düsseldorf, der Stadt, in der ich lebe, wurden 2012 etwa 1.300 Fälle häuslicher Gewalt polizeilich registriert. In etwa 1.000 Fällen traf es Frauen.

Angesichts solcher Tatsachen, die man, ehrlich gesagt, am liebsten gar nicht zur Kenntnis nehmen möchte, packt einen die stumme Wut. Was soll man da tun? Die Experten sind sich einig, dass konsequente Strafverfolgung die halbe Miete ist. An Gesetzen mangelt es in der Regel nicht. Sie müssen nur auch angewandt werden. Und das geschieht am ehesten, wenn das Meinungsklima passt. Die Medien scheinen da zunehmend tätig zu werden. Für uns Normalverbraucher heißt es: Mund auf und bei passender Gelegenheit einfach drüber sprechen. Mit dem 25. November, von den Vereinten Nationen zum Tag der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen erklärt, naht schon eine solche. A propos Meinungsklima: Ein exzellenter, mindestens stadtbekannter Düsseldorfer Bäcker bietet seinen Kunden rund um den 25.11. eine Steilvorlage für ein paar Worte mit Kollegen, Nachbarn, Bekannten: Denn mit den Brötchen geht auch „Gewalt gegen Frauen kommt uns nicht in die Tüte“ über die Theke.
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