Im September: Phubbing, Gin-chin und warum es die Welt nicht gibt
Was wir gerade lesen
nach obenNach oben

Eine Liebeserklärung an das Buch

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass Lesen nicht dick macht, egal wie viele Bücher man verschlingt? Dass Bücher nie von Computerviren befallen werden und dass man bei ihnen auch nie die Fernbedienung verlegen kann? Die französische Autorin Françoize Boucher illustriert in ihrem Buch frisch und unterhaltsam altbekannte, witzige und auch total absurde Gründe, warum man Bücher lieben sollte. Das macht gute Laune, nicht nur beim Lesen, sondern auch beim Anschauen!

Warum es DIE Welt nicht gibt

Markus Gabriel, Deutschlands jüngster Philosophieprofessor, hat ein gleichsam wissenschaftliches wie auch unterhaltsames Buch geschrieben. Er erklärt anhand seines „neuen Realismus“, warum es die Welt nicht gibt, dafür aber Einhörner auf der Rückseite des Mondes. Es macht einfach Spaß, seinen Gedanken und Ausführungen zu folgen. So entsteht zwar auch nicht DIE Welt, aber viele andere.

Warum es DIESE Welt gibt

Sebastião Salgado, engagierter brasilianischer Fotograf in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie, hat ein mächtiges neues Werk vorgelegt: GENESIS. In seinen schwarz-weißen Natur-, Landschafts- und Menschenaufnahmen entfaltet sich die ganze Kraft der Erde. Auch wenn es vielleicht die Welt nicht gibt (siehe oben), gelingt Sebastião Salgado durch seinen Blick die tiefe Würdigung unseres verletzlichen Planeten.
Was uns zum Denken anregt
nach obenNach oben

TV as you like

Mit der Sicherung der Rechte an der US-Serie „House of Cards“ – die hiermit allen Berufskommunikatoren wärmstens empfohlen sei – hat der Internet Stream-Anbieter Netflix einen weiteren Meilenstein zur Zukunft des Fernsehens gelegt. Zum ersten Mal mischt ein Internetdienst bei den ganz Großen mit. Gegen die Bieterkonkurrenten, die großen US-Kabelsender wie HBO, AMC oder Showtime hat Netflix sich mit angeblich 100 Millionen Dollar Kaufsumme für die ersten beiden Staffeln durchgesetzt. Neu ist auch die Art der Bereitstellung der Serie für die Zuschauer. . Haben wir es doch alle 1978 mit Dallas gelernt, dass Erfolgsserien auf Monate gestreckt werden, schön jede Woche eine, so stand die erste Staffel von „House of Cards“ mit allen 13 Episoden auf einen Schlag komplett zur Verfügung. Ohne Werbeunterbrechung, ohne Wartezeit. Dies kommt dem neuen Sehverhalten entgegen. Haben Sie auch schon einmal eine Nacht mit 24, Game of Thrones, Breaking Bad, Mad Men oder Homeland verbracht?
„Komm, eine können wir noch! OK, nur noch eine“ – kennen Sie das? Dann gehören Sie längst nicht mehr zur Minderheit der Zuschauer, die sich zu Serienjunkies entwickeln. Das normale Sendeprogramm wird dabei immer stärker ignoriert. Die Zeit, in der die Menschen fernsehen, wollen Sie zunehmend mit sehr gut gemachten Inhalten verbringen. Inzwischen sind das Serien in Kinoqualität. Bye bye Trash-TV, Werbeunterbrechung und schlechte Talkshows.

So schön hässlich

Eine in jeder Hinsicht zum Denken anregende Arbeit hat bei den ADC Junior Awards 2013
Silber in der Kategorie „Ganzheitliche Kommunikation“ gewonnen. In ihrer Diplomarbeit „Ugly fruits“ haben Giacomo Blume, Moritz Glück und Daniel Plath von der Bauhaus Universität Weimar ein Konzept gegen die Lebensmittelverschwendung entwickelt. Rund 140 Millionen Tonnen Lebensmittel, vor allem Obst und Gemüse, werden laut einer Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN in Europa jedes Jahr entsorgt. Bis zu 40% der Obst- und Gemüseernte werden wegen optischer Mängel vernichtet. Der Verkauf krummer Gurken, verwachsener Möhrchen oder anderer, nicht propper aussehender Gemüse oder Früchte, war bis 2009 sogar laut EU-Norm in Supermärkten verboten. Aber die Aufhebung dieses Verbotes führte nicht zur Renaissance der knorrigen Tomate. Die Abfallmengen in Supermärkten haben sich kaum verringert. In Supermärkten, in denen Norm-Obst und -Gemüse zusammen mit den hässlichen Früchtchen angeboten wurden, haben sich die Verbraucher die schönen herausgepickt und die hässlichen liegen lassen. „Ugly fruits“ sind Läden für genau diese Früchte. Die Kampagne dazu ist überzeugend. Wir würden am liebsten sofort dort einkaufen!
Wo wir gerne hinsurfen
nach obenNach oben

Stop phubbing!

Nervt es Sie, wenn Gesprächspartner bei jeder Gelegenheit mit ihren Smartphones beschäftigt sind? Kein Meeting, kein Dinner, keine Veranstaltung ohne ständiges SMSen, Mailen und Daddeln. Dafür gibt es jetzt einen Ausdruck: „Phubbing“. Ein 23-jähriger Australier hat gegen die unsoziale Phone-Nutzung eine Web-Kampagne gestartet. Hier können Sie u.a. abstimmen, ob Sie für oder gegen „Phubbing“ sind. Zurzeit ist eine überragende Mehrheit dagegen. Aber gesagt ist ja noch nicht getan!

From one second to the next …

„I'm on my way“ … vier harmlose Worte – als SMS beim Fahren eines Autos getippt – zerstörten sie das Leben des kleinen Xzavier und seiner Familie. Für die Kampagne „It can wait“ des amerikanischen Telekommunikationsunternehmens AT&T erzählt Regisseur Werner Herzog in einem erschütternden Online-Dokumentarfilm von vier schrecklichen Unfällen durch SMS-Schreiben am Steuer und lässt sowohl Opfer als auch Verursacher zu Wort kommen.
Wo wir auftanken
nach obenNach oben

Knocking on heavens door

Chillen wie auf Long Island, essen wie in Frankreich und shoppen wie auf der Kö: Das Paradies liegt nur knapp drei Autostunden von Düsseldorf entfernt im belgischen Knokke. Tagsüber lässig in einer der vielen Strandlounges im weißen Sand rumhängen, nachmittags Powershopping bei Hermès bis River Woods und abends „Fruits de mer“ mit Sonnenuntergang auf der Strandpromenade. Das Leben kann so schön sein!

Das Beste von allem

Neben all den Hotel-, Reise- und Restauranttipps möchten wir uns an dieser Stelle einmal ausdrücklich für die wohltuende Wirkung der eigenen vier Wände aussprechen. Wo sonst kann man so preisgünstig und entspannt auftanken. Unsere Rezept: Kochbücher wälzen, die seit Jahren ungelesen im Regal stehen, ungewöhnliche Rezepte wählen, die man noch nie zuvor gekocht hat, die besten, exotischen und leckersten Zutaten inklusive Drinks und Wein im „Frische Paradies“ einkaufen (gibt es sieben Mal in Deutschland), Dinnermusic an und für sich und den/die Liebste/n kochen. Auf Ihr Wohl!

Noodles

Wer in Prag ist, hat bezüglich guter Restaurants die Qual der Wahl. Dank eines Tipps lernten wir das Noodles kennen, das im Hotel Yasmin in der Nähe des Wenzelsplatzes so versteckt ist, dass wir es wahrscheinlich auf eigene Faust nicht gefunden hätten. Der Name des stylish eingerichteten Restaurants ist etwas irreführend, da neben leckerer hausgemachter Pasta aus aller Welt (Mongolei, Japan, Thailand, Korea, Italien, Tschechien …) auch köstliche andere Gerichte – zu unfassbar moderaten Preisen – angeboten werden. Eine tolle Atmosphäre, supernetter Service, Candlelight-Dinner auf der Terrasse, Prager Sternenhimmel … Herz und Magen, was willst Du mehr, vielleicht noch ein Glas selbstgemachte Gurken-Limonade?

It’s Gin o’Clock

Unsere neueste Entdeckung in Berlin, die alle Gin Tonic-Freunde lieben werden: die G&T Bar. In feiner Brit Chic-Atmosphäre werden hier unzählige Gin-Drink-Varianten, z.B. mit Elderflower Tonic und Pink Grapefruitsaft ausgeschenkt oder persönliche Gin Tonics gemixt. Zu den Highlights der Karte zählt auch ein Trend aus Spanien: Gin Tonic mit Tee infusioniert. Dazu wird der Gin zunächst im Glas mit extra entwickelten Tee-Mischungen aromatisiert und anschließend mit Eis und Tonic aufgefüllt. Lecker! Gin-chin.
Termine, die wir nicht verpassen
nach obenNach oben

Kö-Bogen-Opening

Am 17. Oktober ist es so weit. Der Kö-Bogen, die weltweit für Aufsehen erregende Lifestyle-Ikone von „die developer“ und Stararchitekt Daniel Libeskind, wird eröffnet. Wir freuen uns schon jetzt auf ausgedehnte Mittagspausen bei Breuninger.

The Future is here

Die Ausstellung im Design Museum London zeigt bis zum 29. Oktober den rasanten Wandel in der Produktion und die Folgen dieser Veränderung. Die Besucher können die digitalen Technologien und innovativen Produkt live erleben. Überall gibt es die Möglichkeit, interaktiv zu experimentieren und die eigene Wahrnehmung durch die zukünftigen Möglichkeiten der neuen Technologien zu verändern. Das Herzstück der Ausstellung bildet eine digitale Fabrikationseinheit. Sie besteht aus verschiedenen Maschinen, mit der eigene Produkte aus unterschiedlichen Materialien produziert werden können. Dabei gewinnen wir einen Einblick in die aktuellen Möglichkeiten der fortschrittlichen Fertigungsindustrien. Wie z.B. in der Automobilindustrie, wo bei Tesla Motors aus Kalifornien individuelle Automodelle gefertigt werden. Customization ist immer mehr auf dem Vormarsch, die Ausstellung zeigt auch, wie der Wunsch nach Individualität für alle erfüllbar und bezahlbar wird. The future is now.

Candida Höfer. Düsseldorf

Seit Beginn ihres Schaffens setzt sich Candida Höfer in ihren Fotografien mit Orten auseinander, die eine Geschichte haben. Viele dieser Orte sind in Düsseldorf und so dreht sich auch die aktuelle Ausstellung im Museum Kunstpalast um Werke, die während eines Zeitraums von ca. vier Jahrzehnten in Düsseldorf entstanden sind. Candida Höfers Schaffen ist seit ihrem Studium an der Kunstakademie bei Bernd Becher eng mit dieser Stadt verbunden. „‚Düsseldorf’ steht für Anfang. Aber es geht nicht nur um die Arbeit zu jener Zeit. ‚Düsseldorf’ zeigt auch meine Arbeit, wie ich sie jetzt mache. Es geht also um Arbeit damals und Arbeit jetzt. Es geht um Veränderung.“ (Candida Höfer) Ihr Blick richtet sich insbesondere auf den von Menschen gestalteten Lebensraum. Typischerweise eher kühl wirkend, zeigen ihre Motive auf den ersten Blick fast unscheinbar anmutende Räume, die erst bei eingehender Betrachtung ihre Geschichte erzählen. Welche Geschichten mögen wohl Ihnen ihre Bilder erzählen?

Magazin-Kunst in München

Muss man eine Ausstellung besuchen, um etwas über herausragende Magazine zu erfahren? Reicht es da nicht, in einem gut sortierten Magazinladen (wie z.B. dem wunderbaren „Do you read me?“ in Berlin) ausgiebig zu schmökern? Die Ausstellung „Paper Weight. Stilbildende Magazine von 2000 bis heute“ im Münchener Haus der Kunst beweist uns das Gegenteil. Dort werden 15 ungewöhnliche Magazine gezeigt, alle sind unabhängig produziert und oft nicht aus einem kommerziellen Antrieb, sondern aus einer tiefen, persönlichen Überzeugung heraus entwickelt worden. Der Unterschied zum reinen Durchblättern eines Magazins zeigt sich im Ausstellungsdesign: Jedes Magazin wird dramaturgisch in Szene gesetzt. Neben dem überdimensionalen im Raum stehenden Cover hat jeder eine kleine individuelle Fläche mit Musik, Filmen, Kunst und Installationen. Das geht über das reine Printprodukt hinaus und der Besucher erfährt das Format auf eine völlig neue Art und Weise.
Niehaus III Inside
nach obenNach oben

Gewonnen!

Im Pitch gegen vier Agenturen haben wir uns durchgesetzt und zusammen mit unserem Netzwerkpartner kpunktnull den Etat der drupa 2016, der Weltleitmesse für die Druck- und Mediabranche gewonnen. Unser 360° Multi-Channel-Konzept mit verzahnter Online- und Offlinestrategie hat das Team der Messe Düsseldorf überzeugt. Wir freuen uns!

Tschüss Schweinehund

Jetzt wollen wir es wissen. Nachdem unser Kunde Weight Watchers es uns schon zweimal vorgemacht hat, werden wir im kommenden April mit zwei Staffeln beim Düsseldorf Marathon ebenfalls starten. Unser wöchentliches grandioses Training hat schon begonnen. Wir verraten aber nicht, wann wir hechelnd und mit hochroten Köpfen im Hofgarten zu sehen sind.
Was bewegt
Sebastian Matthes?
nach obenNach oben

Sebastian Matthes, Ressortleiter Technik und Wissen der WirtschaftsWoche, designierter Chefredakteur der deutschen Huffington Post

Wir Journalisten schreiben ja gern über Innovationen. Wir berichten über Unternehmen, die mit mutigen Ideen vorangehen und über diejenigen, die wegen mangelnder Innovationen untergehen.
Was wir dabei oft übersehen, ist, wie wenig innovativ wir selbst sind. Wir machen noch viel zu oft Journalismus so, wie er zu Zeiten der Druckerpresse gemacht wurde.

Wir entwickeln viele Monate lang neue Produkte und versuchen, diese mit viel Werbeaufwand in den Markt zu drücken. Dabei geht das heute viel billiger, einfach, indem wir die größten Vorteile des Internets nutzen: Dort lassen sich neue Ideen schnell starten, testen, verbessern und immer weiterentwickeln.

Bei der WirtschaftsWoche habe ich mit WiWo Green einen solchen Versuch gestartet. Irgendwann war mir aufgefallen, dass es in Deutschland noch kein Portal gibt, dass sich tagesaktuell mit allen Themen rund um die Green Economy befasst. In den USA wurden die ersten Blogs zu dem Thema längst zu Millionenbeträgen verkauft.
Das Thema müsste also auch bei uns laufen, dachte ich, im Land der ewigen Energiewende. Und so habe ich – zusammen mit Kollegen – das Portal WiWo Green entwickelt. Ich habe ein Team aufgebaut, Sponsoren geworben und eine Agentur gefunden, die das Ganze programmiert. Nach drei Monaten stand die Seite im Netz, nach sechs Monaten hatten wir über 250.000 Seitenabrufe im Monat.
Ist das ein Sonderfall? Das muss nicht sein. Es gibt noch viele weitere Bereiche, in denen solche Portale erfolgreich sein können. Wir Journalisten müssen uns einfach in unsere Leser hineinversetzen und uns fragen: Welche Themen sind wirklich relevant? Wie werden diese Themen von traditionellen Medien abgedeckt? Und: Wo gibt es bei alledem noch Lücken?

Eine noch viel größere Lücke hat etwa die Huffington Post geschlossen. Sie ist eine Nachrichtenseite – längst mit mehr Nutzern als die New York Times. Aber zugleich ist sie eine Plattform für Austausch: Huffington-Post-Leser können nicht nur kommentieren. Sie können auch selbst als Autoren aktiv werden, zu allen Themen, die sie bewegen, von der Geldanlage über Politik bis hin zur Hochzeitsplanung. Eine solche Plattform gab es vorher nicht.
Die Seite startet nun in Deutschland. Und ich freue mich sehr, die Redaktion leiten zu dürfen.

Aber was heißt das nun für die Journalisten der Zukunft? Ich denke, wir müssen mehr leisten, als nur großartige Artikel zu schreiben. Wir müssen beginnen, unternehmerisch zu denken. Viele Kollegen lehnen das ab. Doch das ist leichtsinnig. Denn viele Journalisten werden in den nächsten Jahren ihre Jobs verlieren. Wer es dann gelernt hat, unternehmerisch zu denken, dem wird es leichter gelingen, etwas Neues aufzubauen.

Und letztlich ist eine gute Nachricht. Nie war es so einfach, etwas Neues zu starten. Man muss es nur tun.
© 2013 Niehaus III GmbH Werbeagentur

Das Verwenden von Ausschnitten, Bildern oder Texten ist ohne ausdrückliche Genehmigung der Niehaus III GmbH verboten. Alle hier verwendeten Marken und Produktnamen sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Inhaber. Irrtümer sind vorbehalten. Niehaus III übernimmt keine Gewähr. Niehaus III übernimmt keinerlei Haftung für Folgeschäden, die durch die durch die Nutzung dieses Newsletters entstehen. Es gelten die Bestimmungen und rechtlichen Hinweise in unserem Impressum.

Sollten Sie von uns keine weiteren Informationen per E-Mail erhalten wollen, senden Sie uns eine E-Mail mit dem Wort NEIN im Betreff.



Newsletter kostenlos versenden